Sandro Schwarz mahnt mit erhobenen Zeigefinger, den Blick nach unten nicht zu verlieren. (Foto: Imago, imago/Martin Hoffmann)

Bundesliga | FSV Mainz 05 Durchpusten in Mainz

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Peter Warzelhan

Durch den Bremer Sieg kann Mainz 05 am Samstag mit etwas weniger Druck im Gepäck nach Frankfurt reisen. Trainer Sandro Schwarz will den Blick nach unten jedoch nicht verlieren.

Auch wenn Trainer Sandro Schwarz sagt, dass es zum „Durchpusten“ noch zu früh sei, der Bremer Sieg im Montagspiel gegen Köln hilft vor allem auch Mainz 05. Zumindest in Sachen Direktabstieg. Sieben Punkte vor dem HSV, acht vor Köln und die bessere Tordifferenz: Die beiden Absteiger scheinen festzustehen. Auch Schwarz sieht in der jetzt einen Puffer nach unten, aber nicht ohne erhobenen Zeigefinger: "Ich glaube nicht, dass wir schon in der Rolle sind zu sagen, jetzt geht es nur noch um den Relegations-Platz". Er mahnt, den Blick nach unten nicht zu verlieren.

Relegations-Vermeidungs-Kampf

Realistisch betrachtet geht es für Schwarz und seine Mannschaft aber nur noch darum, Wolfsburg in der Tabelle hinter sich zu lassen und die Relegation zu vermeiden. Die Niedersachsen haben genauso wie Mainz 25 Punkte auf dem Konto, aber die etwas bessere Tordifferenz und sind somit auf dem begehrten 15. Platz, der am Ende die Rettung bedeuten würde. Aber von derlei Rechenspielen oder einem Duell um die Relegation hält der Mainzer Trainer nichts: "Für uns geht es darum, in den letzten acht Spielen genügend Punkte zu hamstern, weil wir für uns die Situation einfach verbessern wollen".

Wiedergutmachung für die Pokal-Pleite in Frankfurt

So oder so, Mainz 05 kann am Samstag mit etwas weniger Druck im Gepäck nach Frankfurt reisen und sich rehabilitieren für die 0:3 Niederlage im Pokal-Viertelfinale Anfang Februar - eine der peinlichsten Vorstellungen der Nullfünfer überhaupt. Aber davon will Schwarz möglichst ablenken: "Ich habe den Jungs schon mehrfach gesagt, dass es nicht um eine Wiedergutmachung geht." Schwarz hat auch gleich den positiven Ansatz parat: "Wir wollen weiter an unserer defensiven Stabilität arbeiten", ist der Trainer davon überzeugt, dass dies der richtige Weg im Abstiegskampf ist. Nur zwei Gegentore und fünf Punkte aus den vergangenen vier Partien sind auch gute Argumente dafür.

Durchpusten oder nicht?

Trotz der etwas entschärften Situation: eine deutliche Niederlage oder ein ähnliches Debakel wie im Pokal würde wieder für viel Unruhe bei den Rheinhessen sorgen.

Aber mit einem Punkt oder sogar einem Dreier in Frankfurt könnten Sandro Schwarz und seine Mannschaft erst einmal tief durchatmen.

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Peter Warzelhan
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