Sandro Schwarz und sein Team feiern in Dortmund (Foto: Imago, imago/Team 2)

Bundesliga | FSV Mainz 05 Mainz wie es trinkt und lacht

Mit einem überraschenden Sieg in Dortmund meistert der FSV Mainz 05 den Klassenverbleib. Das Festhalten an Trainer Sandro Schwarz macht sich doch bezahlt - genauso wie der erneute Einsatz von Ridle Baku.

Geschafft! In der Mainzer Kabine wackelten die Wände. Mit Dortmunder Bier, lauter Musik und innigen Gesängen feierten die FSV-Profis die wundersame Rettung. Nur wenig später wurde der Teambus für die Rückfahrt mit weiteren Kästen Gerstensaft bestückt. Unerwartet mittendrin: Ridle Baku. Vor einer Woche noch im Bus des Regionalliga-Teams auf der A5 unterwegs, kurz später Torschütze gegen Leipzig. Und gestern traf der 20-Jährige auch gegen Borussia Dortmund. Und das nach vier Minuten. "Ridle" lässt er sich in Anlehnung an das BVB-Idol Karl-Heinz Riedle rufen.

Schwarz lässt es krachen

Selbst der ansonsten um die Disziplin seiner Profis besorgte Sandro Schwarz ließ es mächtig krachen. Überwältigt vom 2:1 (2:1) beim BVB und dem damit gesicherten Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga gab der Trainer den Startschuss zur Sause bis in die frühen Morgenstunden: "Heute wird es zur Sache gehen, das haben wir uns verdient. Morgen werden wir wahrscheinlich einen dicken Schädel haben.»"

Schon unmittelbar nach dem Schlusspfiff löste sich bei allen Beteiligten die Anspannung der vergangenen Wochen. Der erste Gang der Profis ging nicht Richtung Kabine, sondern zur Fantribüne. Durch ein eigens geöffnetes Stadiontor gelangte das Team in die tanzende Schar der Anhänger.

Mit Megafon übernahm Coach Schwarz die Rolle des Einheizers. Diese Jubel-Bilder gingen Sportvorstand Rouven Schröder sichtlich nahe. "Ich bin überwältigt. Wir wollten es unbedingt aus eigener Kraft schaffen. Das ist uns gelungen", sagte er.

Dauer

Erster Sieg der Mainzer in Dortmund

Ausgerechnet beim Angstgegner aus Dortmund, bei dem die Rheinhessen zuvor noch nie gewonnen hatten, gelang der entscheidende Coup. Wie schon beim 3:0 eine Woche zuvor gegen Leipzig verblüfften die Mainzer gegen einen vermeintlich stärkeren Gegner mit einem couragierten Auftritt und sehenswerter Spielkultur. Nach dem Treffer von Baku legte Yoshinori Muto bereits nach 13 Minuten nach.

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Und auch die Art und Weise, wie sein Team in Hälfte zwei die Führung problemlos verteidigte, nötigte Schwarz Respekt ab: "Es war der richtige Weg, nicht schon ständig vorher von Endspielen zu reden und uns irgendwelche Tragödien auszumalen, sondern mit offenem Visier in diese Endrunde zu gehen. Es ist ein unfassbares Gefühl heute."

Um kurz nach 22 Uhr erreichte der Mainzer Bus den Bruchweg, wo zahlreiche Fans ihre Helden begeistert in Empfang nahmen. Und das mit dem für alle Beteiligten überragenden Gefühl: Mainz 05 spielt auch 2018/2019 in der Fußball-Bundesliga.

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