Pablo de Blasis wird in der kommenden Saison nicht mehr für den FSV Mainz 05 jubeln (Foto: Imago, Uwe Kraft)

Bundesliga | FSV Mainz 05 Verwirrung um Zukunft von Pablo De Blasis

Er war das Gesicht des jüngsten Aufschwungs beim FSV Mainz 05. Pablo De Blasis. Der Argentinier trägt großen Anteil daran, dass die 05er vorzeitig den Klassenerhalt geschafft haben. Doch nun sorgen Äußerungen von de Blasis für Wirbel.

"Ich mache am Samstag mein letztes Spiel für Mainz", sagte der 30-jährige Mainz-05-Stürmer Pablo De Blasis der "Allgemeinen Zeitung Mainz" vor dem letzten Saisonspiel der Rheinhessen gegen Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr). Eine deutliche Aussage, die unter den Fans der 05ern für Aufregung sorgt.

Doch womöglich hat de Blasis seine Aussagen gar nicht in dieser Deutlichkeit gemeint. Gegenüber dem SWR relativierte der Dolmetscher des Argentiniers die Äußerungen des Angreifers. Demnach habe das Gespräch mit der AZ bereits vor dem jüngsten Mainzer Spiel beim BVB (2:1) stattgefunden. Und de Blasis habe zudem gesagt, dass "der Fußball so sei". Oder eben auf spanisch: "Asi es el fútbol!"

Der Traum von Spanien lebt

Klar ist: Der Wunsch des Spielers, irgendwann mal in Spanien zu spielen, ist verbürgt. Deshalb schloss De Blasis auch einen Wechsel zu einem Bundesligaklub aus: "Ich möchte nicht innerhalb Deutschlands wechseln, sondern am liebsten in ein anderes Land, um auch mal etwas anderes kennenzulernen. Spanien würde mir gut gefallen." Auch Italien soll im Fokus von de Blasis stehen.

Ein weiterer Faktor, der für einen Abgang sprechen würde, ist wohl, dass die einst große spanisch-sprechende Fraktion bei Mainz 05 nach den Abgängen von Elkin Soto, Jairo und Gonzalo Jara kleiner geworden ist. Insbesondere mit Jairo verbindet ihn eine enge Freundschaft.

Klar ist auch: Der Spieler ist unzufrieden mit seiner Rolle in Teilen dieser Saison - trotz des jüngsten Aufschwungs. "Diese Runde war lang und schwierig. Ich habe fast drei Monate nicht in der Startelf gestanden", sagte de Blasis der "Allgemeinen Zeitung": "Und da habe ich mich nicht gut gefühlt." Die vorübergehende dreimonatige Reservistenrolle hat offensichtlich am Offensivspieler genagt - er hat in dieser Zeit wohl zu wenig Wertschätzung verspürt.

Schröder hält sich noch bedeckt

Das letzte Wort in der Personalie de Blasis scheint jedenfalls noch nicht gesprochen. Deshalb wollte sich auch der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder nicht konkret zu den Wechselwünschen des Argentiniers äußern. "Pablo hat noch ein Jahr Vertrag", sagte Schröder: "Wir wollen erst einmal die Saison zu Ende spielen und am Samstag mit unseren Fans feiern. Danach werden wir dann Gespräche führen."

De Blasis selbst wird wohl bald Farbe bekennen müssen. Die 05er trainieren diese Woche noch mehrmals öffentlich - der Argentinier wird von den Fans sicher auf seine Zukunft angesprochen werden. Und wer weiß, vielleicht liegt diese ja doch in Mainz.

De Blasis war 2014 nach Mainz gewechselt und hatte mit vier Toren und einer Vorlage in den vergangenen fünf Bundesligaspielen erheblichen Anteil am vorzeitigen Klassenerhalt des Teams von Trainer Sandro Schwarz. Zuvor war er in der Rückrunde aber oft nur zu Kurzeinsätzen gekommen oder überhaupt nicht im Kader gewesen.

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