Gegen kalte Hände hilft es, das Trikot darüber zu ziehen. Und viele laufen -hier der Mainzer Robin Quaison (Foto: Imago, photoarena/Eisenhuth)

Bundesliga | FSV Mainz 05 Wer steht, der friert!

Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz fordert vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg (Freitag, 20:30 Uhr) erhöhte Laufbereitschaft und volle Konzentration von seiner Mannschaft.

Natürlich hätte sich 05-Coach Schwarz auf seinen Vorgänger Martin Schmidt gefreut. Mit dem Schweizer hatte der aktuelle Mainzer Trainer einige Jahre zusammengearbeitet, folgte ihm als Trainer der U23 und bei den Profis.

Bruno statt Martin

Doch nach dem überraschenden Rücktritt von Schmidt beim VfL Wolfsburg haben sich die Vorzeichen geändert, es heißt jetzt Bruno statt Martin. Und das mit Bruno Labbadia ein im Abstiegskampf erfahrener Übungsleiter das Amt bei den Niedersachsen übernommen hat, dürfte nicht unbedingt ein Vorteil für die Rheinhessen sein.

Die Mainzer selbst hatten nach der neuen Personalsituation beim VfL ihr Training am Mittwoch kurzerhand unter Ausschluss der Öffentlichkeit absolviert. "Wir wollten mit Ruhe die Dinge abarbeiten, die wir in den letzten ein, zwei Tagen analysiert hatten", begründet Schwarz die "geheime" Trainingseinheit und fordert gegen den in der Tabelle um einen Punkt besseren VfL eine absolute Willensleistung. Nicht mitwirken dabei kann Torhüter René Adler, der wegen einer Grippeerkrankung passen muss.

Volle Unterstützung der Fans wird erwartet

Im ersten Heimspiel nach den Dissonanzen von Hoffenheim, hier verweigerte die Mannschaft nach der 2:4 Niederlage den Gang in die Fankurve und wandte sich im Anschluss in einem offenen Brief an die Anhänger, erwarten die Verantwortlichen wieder die volle Unterstütung. "Ich bin überzeugt, dass die Fans hinter uns stehen werden, gerade auch nach dem Sieg bei Hertha BSC", sagt Sportvorstand Rouven Schröder. Der Verein habe sich mit dem Fans ausgetauscht und werde das auch in Zukunft tun.

Laufen gegen die Kälte

Gegen die erwarteten arktischen Temperaturen hat der Coach ein ganz einfaches Rezept: "Die gute Variante ist, die Kälte rauszulaufen", meint Schwarz , der seine Jungs davor warnt, stehenzubleiben. Ein durchaus sinnvolles Rezept gegen einen VfL Wolfsburg, der sich mit Sicherheit mit neuer Motivation in Mainz präsentieren wird.

"Ein Trainerwechsel bringt mit Sicherheit ein paar Prozentpunkte", glaubt Schröder, der aber auch weiß, dass sich die Zusammensetzung der Mannschaft nicht geändert hat. Außerdem, so Schröder weiter: "Entscheidend ist, wie wir auftreten. Und wenn du dann als Gegner das erste Negativerlebnis schon in den ersten Minuten hast, ist es völlig egal, wer draußen steht, ob mit langen Haaren oder mit Seitenscheitel."

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