Mainz-05-Trainer Sandro Schwarz treibt seine Spieler gegen 1899 Hoffenheim an (Foto: SWR, Avanti/Ralf Poller)

Bundesliga | FSV Mainz 05 Stimmungstief in der Karnevalshochburg

Schluss mit lustig in Mainz. Ausgerechnet an Fastnacht eskaliert die Situation beim FSV. Nach drei Niederlagen in Folge und dem Pokal-Aus wächst aber auch der Druck auf Sandro Schwarz.

Beleidigte Spieler, wütende Fans. Während die Konkurrenz punktet, verlieren die Nullfünfer weiter Boden und trudeln dem Abstieg entgegen.

Die Stimmung könnte also kaum schlechter sein. Vor allem nach der Auseinandersetzung zwischen der Mannschaft und ihren Fans bei der 2:4 Pleite in Hoffenheim.

Haben sich alle "ausgekotzt"

Das ganze Wochenende wurde darüber heftigst diskutiert. „Uff de Gass“ wie die Mainzer sagen und in den sozialen Netzwerken.  

Trainer Sandro Schwarz sähe es am liebsten wenn das Thema aber damit abgehakt wäre: "Es haben sich alle ausgekotzt. Jetzt geht es aber auch darum um im Verein eine Stimmung zu erzeugen, um die Situation zu verbessern."  D.h. also alle sollen  wieder gemeinsam für den Klassenerhalt kämpfen. Und dabei schließt Schwarz sich und seine Mannschaft explizit mit ein und fügt in der dienstäglichen Presserunde hinzu: "Auch wir stehen da in der Verantwortung."

Trainerfrage unbeantwortet

Nach drei Niederlagen in Folge und dem Pokal-Aus wächst aber auch der Druck auf Sandro Schwarz. Der Trainer sei kein Thema sagen der Vereinsvorsitzende Hofmann und Sportvorstand Schröder in immer kürzeren Abständen. Aber es gibt auch kein absolutes zweifelfreies  Bekenntniss zu ihrem Trainer. 

Mainz 05 muss dringend zurück in die Erfolgsspur sonst muss auch Schwarz um seinen Job bangen. "Ich will nicht meinen Job verteidigen" sagt Schwarz und konzentriert sich auf seine Aufgabe: "Ich halte meine Ansprache, mache meine Videoanalyse, werde das Training im Detail planen und versuchen die Mannschaft so vorzubereiten, dass wir die Möglichkeit haben 3 Punkte in Berlin zu holen."

Auswärts nichts zu holen

Zugegeben der Spielplan meint es nicht allzu gut mit den Nullfünfern. Seit 17 Spielen ist die Mannschaft in der Fremde sieglos und da wiegen drei Auswärtsspiele, und dazwischen die Bayern zu Hause, schwer. An große Punktausbeute ist da nicht zu denken. Auch nicht am Freitag bei der Hertha.

Dennoch wollen Schwarz und seine Mannschaft jetzt nicht in Panik verfallen und grundsätzliches ändern. Vielmehr die Dinge besser als zuletzt machen und vor allem den Kopf frei bekommen. Schwarz bleibt also seiner Linie treu und versucht seinen Jungs den Druck zu nehmen: "Im Abstiegskampf gehört es auch dazu, den Rucksack vor einem Spiel so leicht wie möglich zu machen."

In der Hinrunde konnte Mainz die Hertha zu Hause mit 1:0 bezwingen. Vielleicht gibt das ja ein wenig Selbstvertrauen zurück. So oder so, ein Auswärtssieg in Berlin käme genau zum richtigen Zeitpunkt.

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