Alexander Rosen von der TSG 1899 Hoffenheim. (Foto: Imago, foto2press)

Bundesliga | TSG 1899 Hoffenheim Erfolg macht sexy

AUTOR

Die TSG 1899 Hoffenheim spielt ab der kommenden Saison in der Champions-League. Ein großer Erfolg, mit großer Wirkung hofft Alexander Rosen, Hoffenheims Direktor für Profisport.

Ein paar Tage hatten Mannschaft, Vorstand und Fans von 1899 Hoffenheim nun Zeit, den größten Erfolg der Vereinsgeschichte zu genießen. Die Verantwortlichen in Zuzenhausen laufen immer noch mit einem extra-breiten Grinsen durch die Welt. Da lässt sich die neue Saison doch noch ein Stückchen selbstbewusster planen. Auch die Angebote nehmen zu: Am Montag nach der Champions-League-Qualifikation stand das Telefon des Sportchefs Alexander Rosen nicht mehr still.

"Ich hatte das Gefühl, dass sich alle Berater der Welt abgesprochen haben und gesagt haben: Jetzt rufen wir mal bei dem Rosen an und bieten ihm einen Spieler an."

Alexander Rosen

Große Träume ja, extravagante Transfers nein

Rein theoretisch hat Hoffenheim jetzt den neuen Luxus, sich die Rosinen rauszupicken. "Wir waren schon vorher handlungsstark und das haben wir uns nie nehmen lassen!" sagt Rosen. Und in noch etwas will sich Hoffenheim treu bleiben: trotz der zusätzlichen Einnahmen durch die Champions-League-Teilnahme in Höhe von geschätzten 20 Millionen Euro wird Rosen nicht mit Geld um sich werfen.

Von großen Gegnern dürfen die TSG-Fans träumen, von extravaganten Transfers eher nicht. "Wir wollen sinnvoll wachsen und nicht aufgrund einer einmaligen Champions-League-Qualifikation über die Maße wirtschaften, die wir in zwei oder drei Jahren massiv bereuen würden." Dazu passt die Verpflichtung von Leonardo Bittencourt. Der 24-jährige Deutsch-Brasilianer kommt von Absteiger Köln als Verstärkung für die Offensive.

Im Radar der Konkurrenz

Wenn Erfolg sexy macht, dann ist das natürlich gleichzeitig gefährlich. Denn die starken Leistungen machen die Hoffenheimer Spieler noch attraktiver. Auch für die Konkurrenz. Beispiel Andrej Kramaric. Der Kroate spielt bei der WM in Russland der ganzen Welt vor. Gleichzeitig hat er aber schon ein kleines Treuebekenntnis abgegeben. Für Hoffenheim. Eine Ausstiegsklausel hat Kramaric ohnehin nicht.

Dauer

Nichts zu verlieren - viel zu gewinnen!

Die Saison-Planungen sind bei der TSG natürlich in vollem Gange. Neben Bittencourt sind weitere, wenn auch nicht viele Neuzugänge geplant. Namen kommentiert Rosen prinzipiell nicht. Auch nicht als Champions-League-Teilnehmer. Rosen schwebt mit jedem Wort in dieser neuen, tollen Champions-League-Welt. Übrigens mit Julian Nagelsmann auf der Trainerbank. Trotz hartnäckiger Wechselgerüchte aus England. Zu 100 Prozent - Stand heute.

"Wir treten nicht an, um die Champions-League-Hymne zu hören und dann nach Hause zu fahren...Wir sind auch hier maximal ehrgeizig!"

Alexander Rosen
AUTOR
STAND