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Titel, Tore und ganz besondere Tugenden: Wer als Trainer ins Ausland geht, muss nicht nur Fußball-Sachverstand besitzen, sondern vor Ort sind noch ganz andere Fähigkeiten gefragt. Diese Südwest-Trainer haben schon einiges in der Fußball-Welt erlebt.

Rudi Gutendorf (Foto: Imago, Sven Simon)
Rudi Gutendorf – Er ist sozusagen der Erfinder des Weltenbummler-Trainers: Der gebürtige Koblenzer trainierte auf fünf Kontinenten insgesamt 55 Mannschaften aus 32 Ländern. Damit hat er sich auch einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde gesichert, als Trainer mit den meisten internationalen Engagements. In der Bundesliga coachte er unter anderem den VfB Stuttgart (1965-1966). Im Jahr 2019 starb Gutendorf im Alter von 93 Jahren. Imago Sven Simon
Jürgen Klopp – der momentan erfolgreichste Trainer im Ausland, ausgezeichnet als zweifacher Welttrainer: Der 53-Jährige wurde an Rosenmontag 2001 beim 1. FSV Mainz 05 vom Spieler zum Trainer befördert. 2008 folgte der Wechsel nach Dortmund. In sieben Jahren wurde er unter anderem zweimal Deutscher Meister mit dem BVB. Seit 2015 steht er beim FC Liverpool an der Seitenlinie. Dort gewann er mit seiner Mannschaft 2019 die Champions League und 2020 die Trophäe in der Premier League. Imago Jan Huebner
Jörn Andersen – ehemaliger Nationaltrainer einer der umstrittensten Diktaturen der Welt: Nordkorea. Der Norweger trainierte in Deutschland unter anderem den 1. FSV Mainz 05 und den Karlsruher SC. Über die Zwischenstation Austria Salzburg landete der 57-Jährige 2016 in Nordkorea, wo er bis März 2018 die Nationalmannschaft betreute. Im April 2018 wagte er dann den Sprung über die Grenze nach Südkorea und trainierte ein Jahr lang den Erstligisten Incheon United. Aktuell ist er vereinslos. Imago Eibner Europa
Sandro Schwarz – der Trainer, der mit extremer Kälte klar kommen muss: Seit Oktober 2020 trainiert der 42-Jährige den russischen Erstligisten Dinamo Moskau, wo derzeit minus 16 Grad herrschen. Dort bekommt es der ehemailige Mainzer Spieler und Trainer nicht nur mit eisigen Temperaturen zu tun, sondern auch mit einigen anderen ehemaligen 05ern wie Roman Neustädter, Andrej Woronin (Co-Trainer) und Zeljko Buvac (Sportdirektor). Imago imago images / ITAR-TASS
Tom Dooley – der Trainer, der mit der Hitze klar kommen muss: Als Coach des malaysischen Erstligisten Pahang FA freut sich der ehemalige FCK-Spieler (1988-1993) sicherlich über die ein oder andere Abkühlung, denn dort herrschen derzeit Temperaturen um 30 Grad. Auch schon zu seiner Zeit als philippinischer Nationaltrainer (2014-2018) oder bei seinem Engagement als Co-Trainer von Jürgen Klinsmann in den USA (2011-2014) musste sich der 59-Jährige mit hohen Temperaturen auseinandersetzen. Imago imago images / Alfred Harder
Marco Kurz – unser Pokalheld in Australien: Als Spieler wurde er 1995 Deutscher Meister mit Borussia Dortmund, zwei Jahre später Pokal-Sieger mit Erzrivale Schalke 04. Nach verschiedenen Trainerstationen in Deutschland (u.a. 1. FC Kaiserslautern und TSG Hoffenheim) gewann er als Chefcoach mit Adelaide United den FFA-Cup. Das bislang letzte Kapitel seiner Trainerlaufbahn war der australische Erstligist Melbourne Victory, wo er nach nur 13 Spieltagen wieder entlassen wurde. Imago imago images / AAP
Otto Rehhagel – unser Wunder-Trainer: "König Otto", wie er von vielen genannt wird, schaffte eine einmalige Sensation in der Bundesligageschichte: Als Trainer des damaligen Aufsteigers 1. FC Kaiserslautern holte er 1988 die Deutsche Meisterschaft. Sein international größter Erfolg: 2004 führte er Underdog Griechenland zum EM-Titel. Imago imago images / Laci Perenyi
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