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Auch für Nationalspieler Toni Kroos ruht derzeit der Ball aufgrund der Corona-Krise. Der deutsche Profi in Diensten von Real Madrid spricht mit "Steil extra!", dem Podcast von SWR Sport, über die Pandemie sowie die Auswirkungen auf den Profifußball und die Gesellschaft.

Die Corona-Krise bringt viele Klubs in wirtschaftliche Not. Der Wettkampfbetrieb ruht, die Einnahmen dementsprechend auch. Das Thema "Gehaltsverzicht" wird deshalb aktuell bei Vereinen und Verbänden heiß diskutiert. Für Kroos ist das zumindest bei Real Madrid kein Thema. "Ein Gehaltsverzicht ist wie ein Spende ins Nichts - oder an den Verein", sagte der Nationalspieler.

"Jeder ist aufgefordert zu helfen, wo es nötig ist"

Das sei bei den Königlichen nicht nötig, so der Mittelfeldspieler. Kroos plädiert stattdessen dafür, in Eigenverantwortung zu entscheiden, wie man als gut verdienender Profifußballer monetär helfen könne. "Ich bin dafür, das volle Gehalt ausbezahlt zu bekommen, damit vernünftige Sachen zu machen und links und rechts zu helfen", sagte er. "Jeder ist aufgefordert zu helfen, wo es nötig ist - und da gibt es viele Stellen, wo es nötig ist", so der Weltmeister von 2014. Dennoch sei es für ihn aus Spielersicht "grundsätzlich natürlich eine Option, darüber nachzudenken", so der Profi, der sich unter anderem mit einer Stiftung karitativ engagiert.

"Es kommt auch darauf an, wie lange alles stillsteht"

Um das 'Gesamtsystem Fußball' macht sich Kroos auch Sorgen. "Vielen Vereinen fehlen geplante Einnahmen. Es kommt auch darauf an, wie lange alles stillsteht. Wenn beispielsweise im Mai wieder gespielt wird, werden sicher Lösungen gefunden. Wenn es bis Winter dauert kann ich mir vorstellen, dass es den ein oder anderen Verein nicht mehr gibt. Das würde dann schon den Fußball, wie wir ihn kennen, verändern", sagte er.

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Für den Transfermarkt und das 'Business Fußball' rechnet Kroos mit einer Abkühlung: "Ob solche Summe wie zuletzt noch gezahlt werden können, ist fraglich. Ich denke, dass alle Probleme bekommen werden. Die einen mehr, die andern weniger. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, weil das alles ein bisschen extrem wurde."

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