Fans des VfB Stuttgart beim Spiel gegen Leverkusen im Oktober 2020. (Foto: Imago, IMAGO / Sportfoto Rudel)

Fußball | Bundesliga

Bundesliga-Start unter Corona-Bedingungen: Das müssen die Fans wissen

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Die neue Bundesliga-Saison ist gestartet. Wie viele Fans dürfen in die Stadien? Welche Regeln gelten? SWR Sport fasst das Wichtigste für den Südwesten zusammen.

Die Stadien der Bundesligisten dürfen maximal zu 50 Prozent der jeweiligen Höchstkapazität ausgelastet sein. Die Obergrenze liegt bei 25.000 Zuschauern. Das wurde auf der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag beschlossen.

Wie viele Zuschauer ins Stadion dürfen, hängt auch von der Corona-Verordnung des jeweiligen Bundeslandes und den Inzidenzwerten ab. Die Entscheidung treffen die örtlichen Behörden.

SWR Sport gibt einen Überblick zu den Fußball-Bundesligisten
1. FSV Mainz 05
TSG Hoffenheim
SC Freiburg
VfB Stuttgart

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VfB Stuttgart

Für das Heimspiel gegen Greuther Fürth am Samstag (14. August, 15:30 Uhr) sind 23.500 Zuschauer zugelassen. Eigentlich dürfte der VfB Stuttgart vor 25.000 Zuschauern spielen. Die abweichende Zahl ergibt sich dadurch, dass der Stadionplan wegen der Abstandsregelung angepasst werden musste. Daher gibt es keine Stehplätze. Sie werden in der Cannstatter Kurve zum Teil durch Sitzplätze ersetzt.

Wohl auch deshalb hat der VfB bis Donnerstagnachmittag erst rund 17.000 Tickets verkauft. "Die Stehplatz-Besucher möchten nicht unbedingt sitzen. Die wollen stehen und das Stadionerlebnis genießen. Das kann man gerade nicht", sagt Joachim Schmid vom VfB-Fanclub Berkheim im Interview mit SWR Sport dazu.

Am Sitzplatz kann die Maske abgenommen werden. Überall sonst gilt die Abstandsregel von 1,5 Metern.

VfB setzt "bis auf Weiteres" auf 3G-Prinzip

"Bis auf Weiteres" verfahre man bei den Einlassregeln ins Stadion nach dem 3G-Prinzip (geimpft, genesen, getestet). Man stehe aber grundsätzlich im Austausch mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) und den örtlichen Behörden, auch was mögliche Änderungen der Einlassregeln in der Zukunft betreffe, teilte der Verein auf SWR-Anfrage mit.

Bundesligist 1. FC Köln hatte zuletzt angekündigt, ab Ende August nur noch Geimpfte oder Genesene ins Stadion zu lassen. Ein negativer Corona-Test reicht in Köln dann nicht mehr aus.

1. FSV Mainz 05

Für das erste Heimspiel von Mainz gegen RB Leipzig am Sonntag (15. August, 15:30 Uhr) ist eine Auslastung von 13.500 Fans geplant. Die Stadionkapazität liegt bei 33.305 Plätzen. Grundsätzlich wäre eine Auslastung von 50 Prozent möglich. "Die Abweichung ergibt sich aus dem Schachbrettmuster bei der Vergabe der Sitzplatzkarten (Wechsel von belegtem und freiem Sitzplatz über das gesamte Stadion, Anm. d. Red.), dieses ist Gegenstand der Ausnahmegenehmigung", heißt es vom Verein. Dazu spricht der FSV eine Empfehlung zum Tragen der Maske auch am Sitzplatz aus.

Zum Saisonstart gilt bei den Rheinhessen die 3G-Regel. "Wir folgen hierbei den Vorgaben der Politik und der für uns zuständigen Behörden. Auf Basis der aktuell gültigen Landesverordnung und der uns erteilten Ausnahmegenehmigung gelten sämtliche Regelungen zunächst nur für dieses eine Spiel", so die Mainzer auf Anfrage von SWR Sport. Die Partie wird wohl trotz der 14 Mainzer in Quarantäne stattfinden.

TSG 1899 Hoffenheim

Aktuell sind die Hoffenheimer zuversichtlich, bei ihrem ersten Heimspiel am Sonntag, den 22.08., gegen Union Berlin bis zu 15.075 Fans in die Arena zu lassen. Das wäre nach aktuellem Stand laut dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz in Zusammenspiel mit der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg möglich.

Demnach kann die TSG 1899 Hoffenheim ihre Heimspiele mit 50 Prozent der Kapazität (inkl. Stehplätzen in den Blöcken S1 und S2) bestreiten, vorausgesetzt der Inzidenzwert von 35 wird nicht überschritten. Bis zum Sitzplatz besteht zudem eine Maskenpflicht. Weitere Voraussetzungen für einen Zutritt in die Arena sind aktuell die 3G-Regeln sowie die Kontaktnachverfolgung mittels TSG-Gästeregistrierungsformular oder Luca-App.

Hoffenheim will an der 3G-Regel festhalten

Bei der TSG Hoffenheim will man auch in Zukunft am 3G-Prinzip festhalten: "Der Zutritt in die Stadien sollte auch für Getestete weiterhin möglich sein. Wir halten nichts davon, aus 3G schleichend ein 2G zu machen", sagte TSG-Geschäftsführer Jan Mayer zuletzt der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "Wir sollten uns hier nicht für politische Zwecke instrumentalisieren lassen."

SC Freiburg

Der SC Freiburg trägt seine ersten drei Heimspiele nicht im neuen Stadion, sondern im Dreisamstadion aus. Also auch das erste Heimspiel gegen Borussia Dortmund (Samstag, 21. August, 15:30 Uhr). "Die maximal mögliche Auslastung liegt bei 10.000 Plätzen im zulässigen Schachbrettformat", so der Verein auf SWR-Anfrage. Bis zum Erreichen des eigenen Platzes gilt die Maskenpflicht. Die Plätze werden unter Dauerkartenbesitzern verlost. Auf die Frage, ob der SC Freiburg plant, die Einlassregeln (3G-Regeln) zu ändern, antwortete der Verein nicht.

Bleiben Bundesligisten auf ihren Tickets sitzen?

Beim VfB Stuttgart gibt es wenige Tage vor dem ersten Heimspiel noch rund 6.000 Tickets. Auch bei Union Berlin waren am Donnerstagmittag für das Spiel am Samstag (14. August) gegen Bayer Leverkusen noch Tickets verfügbar.

"Es ist ein ähnliches Phänomen zu beobachten wie vergangenen Spätsommer", sagte Fanforscher Harald Lange dem "Münchner Merkur". "Auch damals waren teilweise Zuschauer zugelassen, die Stadien aber nicht im Rahmen der Möglichkeiten ausverkauft. Die Clubs blieben teilweise auf ihren Tickets sitzen. Das könnte der Bundesliga auch jetzt wieder passieren, wie es in der zweiten und dritten Liga bereits der Fall ist", so Lange.

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