VfB Stuttgart - Bayer 04 Leverkusen Deutschland, Stuttgart, 03.10.2020, Fussball, Bundesliga, Saison 20202021, 3. Spieltag, VfB Stuttgart - Bayer 04 Leverkusen: Fans Mercedes-Benz Arena (Foto: imago images, IMAGO / Sportfoto Rudel)

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Wieder gefüllte Stadien? So steht es um die Fan-Rückkehr

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Der Saisonstart im Profifußball rückt näher. Die Vereine bereiten sich auf die Rückkehr der Fans vor. Die Frage lautet jetzt: Wie viele dürfen dann in die Stadien kommen?

Die Fußballsaison 21/22 rückt näher - die 3. Liga und die 2. Bundesliga beginnen bereits in wenigen Wochen am 23. Juli. Mitte August folgt die Bundesliga. Die Vereine bereiten sich auf die Rückkehr der Fans vor. Die große Frage aber bleibt: Wie viele Fans dürfen in die Stadien? SWR Sport fasst zusammen, was Stand Anfang Juli für Klubs aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gelten würde.

Baden-Württemberg:

Die aktuelle Verordnung mit den Änderungen zum 28. Juni ermöglicht eine Rückkehr der Fans. Bis zu 60 Prozent der Zuschauerkapazität dürften demnach ins Stadion, ohne Abstand. Fans müssten aber dauerhaft eine Maske tragen und getestet, geimpft oder genesen sein (3G-Nachweis). Voraussetzung für eine Auslastung von 60 Prozent: eine stabile Inzidenz unter 35 (Inzidenzstufen 1 und 2). Alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg weisen derzeit eine solche Inzidenz unter 35 vor (Stand: 2. Juli, 11 Uhr).

Auf Anfrage von SWR Sport hielten sich die Vereine aber noch bedeckt. Man wolle die weitere Entwicklung der Pandemie abwarten und sei im Austausch mit den zuständigen Behörden sowie der DFL. Klar ist: Die Vereine bemühen sich, ihre Stadien mit so vielen Zuschauern zu füllen, wie es ihnen erlaubt ist.

So viele Fans könnten bei einer möglichen 60 Prozent-Auslastung voraussichtlich in die Stadien:

SC Freiburg: 20.820 Zuschauer (neues Stadion), 14.400 Zuschauer (altes Stadion)
Beim SC Freiburg steht noch nicht fest, ob die ersten Bundesligaspiele im alten oder im neuen Stadion stattfinden. Man könne eine mögliche Auslastung von 60 Prozent insofern bestätigen, dass die Regeln aus der aktuellen Verordnung gelten, teilte das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald mit.

TSG 1899 Hoffenheim: 18.090 Zuschauer
Man könne dies insofern bestätigen, als dass man sich an die Verordnung halte, hieß es aus dem Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis. Die Entscheidung würden letztendlich aber die Ortspolizeibehörden treffen.

VfB Stuttgart: 36.269 Zuschauer
Die Stadt Stuttgart bestätigte, dass bei einer Inzidenz unter 35 in den Inzidenzstufen 1 und 2 nach der aktuellen Verordnung 60 Prozent der Stadionkapazität ins Stadion dürften. Das sei jedoch die reine Rechtslage. Was dies konkret für das Stadion des VfB Stuttgart bedeutet, wird aktuell noch mit allen Beteiligten und dem Gesundheitsamt abgestimmt, teilte die Stadt mit.

FC Heidenheim: 9.000 Zuschauer
Das gaben die Schwaben am Montag (5. Juli) bekannt. Für alle Besucher der Partie gegen den SC Paderborn am 24. Juli werde die sogenannte 3G-Regel (negativ getestet, vollständig geimpft oder vollständig genesen) gelten, hieß es in einer Mitteilung des Clubs. Zudem sei das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im gesamten Stadion verpflichtend.


Karlsruher SC: 12.000 Zuschauer
Aufgrund des Stadionumbaus plant der KSC für die Saison 21/22 mit einer Gesamtstadionkapazität von 20.000 Zuschauern. Die Stadt Karlsruhe hielt sich bezüglich der möglichen 12.000 Zuschauer aber noch bedeckt. Man halte sich an die Verordnung, für die Umsetzung inklusive eines Hygienekonzepts sei der KSC verantwortlich, teilte die Stadt auf Anfrage von SWR Sport mit.


SV Sandhausen: 9.000 Zuschauer
Man könne dies insofern bestätigen, dass man sich an die Verordnung halte, hieß es aus dem Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis. Die Entscheidung würden letztendlich aber die Ortspolizeibehörden treffen.

Waldhof Mannheim: 14.581 Zuschauer
Mit Blick auf die aktuelle Verordnung und Inzidenz bestätigte die Stadt Mannheim diese Zahl.

Ohne 3G-Nachweis könnten in Baden-Württemberg alternativ bis zu 30 Prozent der Kapazität in die Stadien. In diesem Fall mit Abstand und auch durchgängiger Maskenpflicht. Bei einer Inzidenz über 35 bis 50 dürften wohl 500 Zuschauer ins Stadion, bei einer Inzidenz über 50 dann wohl 250 Zuschauer.

Die Sommerfahrpläne der Bundesligisten aus dem Südwesten

Der VfB Stuttgart beim Trainingslager in Kitzbühel (Foto: imago images, IMAGO / Pressefoto Baumann)
Während die EM in die Hochphase geht, beginnt für die Bundesligisten schon wieder die Saisonvorbereitung. Viel Zeit bleibt nicht: Vom 6. bis 8. August startet die Saison mit der 1. Runde des DFB-Pokals, ehe der 1. Spieltag in der Bundesliga folgt (13. bis 15. August). SWR Sport zeigt die Sommerfahrpläne der Bundesligisten aus dem Südwesten im Überblick. IMAGO / Pressefoto Baumann Bild in Detailansicht öffnen
1. FSV Mainz 05: Trainingsauftakt: 29. Juni (öffentlich, für 500 Fans nach vorheriger Registrierung) ; Trainingslager: 20. bis 28. Juli in Bad Häring (Österreich) IMAGO / Martin Hoffmann Bild in Detailansicht öffnen
VfB Stuttgart: Trainingsauftakt: 2. Juli (bis zu 500 Fans zugelassen); Trainingslager: 17. bis 24. Juli in Kitzbühel (Österreich) IMAGO / Sportfoto Rudel Bild in Detailansicht öffnen
TSG 1899 Hoffenheim: Trainingsauftakt: 4. Juli (bis zu 1.500 Fans zugelassen); Trainingslager: 18. bis 25. Juli in Rottach-Egern am Tegernsee IMAGO / TSG 1899 Hoffenheim Bild in Detailansicht öffnen
SC Freiburg: Trainingsauftakt: 5. Juli ; Trainingslager: 15. bis 24. Juli in Schruns (Österreich) IMAGO / Eibner Bild in Detailansicht öffnen

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz dürfen ab 2. Juli wieder bis zu 5.000 Fans in die Stadien. Bei Großveranstaltungen etwa in Stadien mit festen Sitzplätzen darf jeder zweite Platz belegt werden – 5.000 Plätze ist aber die Obergrenze. Voraussetzung: Eine Inzidenz unter 35 sowie die 3Gs. Das gilt vorerst bis zum 31. Juli. Bei einer Inzidenz über 35 dürften maximal 500 Zuschauer in die Stadien.

Beim FSV Mainz 05 hält man sich noch bedeckt, auch weil das erste Bundesliga-Heimspiel der Mainzer erst Mitte August stattfindet und sich die Regeln bis dahin ändern können.

Zuschauererhöhung auf dem Betzenberg?

Der 1. FC Kaiserslautern bestreitet dagegen sein erstes Heimspiel der Drittliga-Saison bereits am 24., 25. oder 26. Juli. Die Planungen laufen, man möchte so viel Fans wie möglich den Stadionbesuch ermöglichen, teilte der Verein auf Anfrage mit. Der FCK befände sich derzeit in Absprachen mit den Behörden, ob die Zahl von 5.000 Fans auch noch erhöht werden könne. Möglich machen könnte das eine Ausnahmegenehmigung. Dieser müssten laut Verordnung sowohl die Stadtverwaltung Kaiserslautern als auch das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz zustimmen.

Solch eine Ausnahmegenehmigung kann laut Verordnung nur dann erteilt werden, wenn "das Schutzniveau vergleichbar, dies aus epidemiologischer Sicht, insbesondere unter Berücksichtigung des jeweils aktuellen Infektionsgeschehens, vertretbar ist und der Zweck dieser Verordnung nicht beeinträchtigt wird".

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