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Auch Diegos Maradonas einstiger "Sonderbewacher" Guido Buchwald trauert um das verstorbene argentinische Idol. "Er war einer der ganz großen Fußballer. Der Fußball hat eine ganz große Persönlichkeit verloren", sagte der Weltmeister von 1990.

"Jeder hat seinen Lebensweg verfolgt, ich auch. Er war auf dem Platz eine absolute Größe - außerhalb des Feldes hat er das Leben leider nicht im Griff gehabt", sagte der frühere Profi des VfB Stuttgart.

Guido Buchwald hatte Diego Maradona im Griff. Im WM-Finale löste er die große Aufgabe, den besten Fußballer der Welt aus dem Spiel zu nehmen, derart brillant, dass er fortan selbst "Diego" gerufen wurde.

"Er war ein Häuflein Elend"

"Bei jedem verlorenen Zweikampf sah er immer verzweifelter aus, das habe ich gespürt. Er war aber auch fast auf sich alleine gestellt", sagte der heute 59-Jährigeüber das Finale von Rom (1:0). "Nach dem Spiel haben wir uns die Hand geschüttelt, dann haben wir uns im Dopingraum gesehen, wir waren beide ausgelost. Er war ein Häuflein Elend."

Buchwalds Strategie damals war eine Mischung aus absoluter Aufmerksamkeit, Konsequenz und Antizipation. "Es war klar: Ich muss die Passwege zumachen, er darf nur wenig Ballkontakte haben. Man muss ihn selbst dort hinschieben, wo er sich freilaufen sollte, dort nämlich, wo ich es wollte: an der Seitenlinie, mit dem Rücken zu mir", sagte der frühere Defensivspieler.

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2002, bei der WM in Japan und Südkorea, hat Buchwald Diego Maradona noch einmal wiedergesehen. "Wir haben kurz geredet, es war sehr respektvoll", berichtete Buchwald: "Wir haben uns ausgetauscht, aber nicht direkt über das Spiel damals. Es ging um das bevorstehende Finale."

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