Seit dem 17.11.21 gilt im Zuge der vierten Corona-Welle in Baden-Württemberg die Corona-Alarmstufe. (Foto: dpa Bildfunk,  HMB Media/Julien Becker)

SPORT IN CORONA-ZEITEN

Alarmstufe: Das gilt am Wochenende im Amateurfußball in Baden-Württemberg

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Seit Mittwoch (17.11.) gilt in Baden-Württemberg die Corona-Alarmstufe. Die Corona-Verordnung Sport des Landes sieht im Amateurfußball weitreichende Einschränkungen für Nicht-Immunisierte, das heißt weder geimpfte noch genesene Personen, vor. Für immunisierte Personen gibt es noch keine weiteren Einschränkungen.

Seit dem 17.11.2021 gilt im Zuge der vierten Corona-Welle in Baden-Württemberg die Corona-Alarmstufe. Doch was bedeutet das für den Amateurfußball, der beispielsweise in Sachsen und Thüringen bereits gänzlich zum Erliegen gekommen ist? Der Profi-Fußball warnte in Person von Thomas Hitzlsperger vorsorglich vor einer Reduktion der Zuschauerkapazitäten. Der DOSB forderte von der Politik eine Bewegungsgarantie.

Was gilt in der Alarmstufe?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass für Spieler*innen, Schiedsrichter*innen sowie Mitwirkende im Freien 3G+ und 2G in Innenräumen gilt. Für Beschäftigte ist generell der 3G-Nachweis zu erbringen, während für alle Zuschauer*innen die 2G-Regel greift.

Wer gilt als Beschäftigter? Wer als Mitwirkender?

Beschäftigte im Sinne der Verordnungen sind Vereins-Trainer*innen (auch ehrenamtlich tätige) und Vertragsspieler*innen. Für Beschäftigte gilt in allen Stufen ein "einfacher" 3G-Nachweis, sowohl im Freien als auch in Innenräumen. Als Trainer*innen sind in der Regel diejenigen Personen anzusehen, die im Vereinsmeldebogen beziehungsweise Spielbericht als solche eingetragen sind. Vertragsspieler*innen sind Personen, die einen schriftlichen Vertrag mit einem Verein eingegangen sind und eine Mindestvergütung von 250 Euro pro Monat erhalten.

Alle weiteren Personen, das heißt Betreuer*innen, Teamoffizielle, weitere Helfer und auch Schiedsrichter*innen werden laut Corona-Verordnung Sport als Mitwirkende betrachtet. Für Mitwirkende gelten in der Alarmstufe dieselben Regelungen wie für die Spieler*innen, sprich 3G+ im Freien und 2G im Innenraum.

Gilt die Ausnahme für Beschäftigte auch für den Spielbetrieb?

In den vergangenen Tagen kam es immer wieder zu Irritation um das Sonderrecht der "beschäftigten Personen", die lediglich einen einfachen 3G-Nachweis erbringen müssen, um das Sportgelände inklusive der Innenräume zu betreten. Laut der Corona-Verordnung Sport besteht diese Ausnahme sowohl im Trainings- als auch im Spielbetrieb. Die für den Spielbetrieb in §4 Absatz 3 Nummer 9 formulierten, schärferen Regelungen beziehen sich lediglich auf nicht-beschäftigte Personen. Diese Einschätzung bestätigt sich in der Begründung zur Änderung der Corona-Verordnung Sport vom 4. November und wurde auf Nachfrage des baden-württembergischen Fußballverbands vom zuständigen Kultusministerium bestätigt.

Was gilt für Kinder und Schüler*innen?

Kinder unter sechs Jahren, noch nicht eingeschulte Kinder und alle Schüler*innen sind - unabhängig von der Schulart - generell von der Testpflicht respektive dem Zutritts- und Teilnahmeverbot ausgenommen. Sie werden gleichbehandelt mit Genesenen und Geimpften. Der Schüler-Status kann durch ein entsprechendes Ausweisdokument oder einen sonstigen schriftlichen Nachweis der Schule nachgewiesen werden. Allerdings gilt diese Sonderregelung für Volljährige nur noch bis Jahresende.

Eine Ausnahme gibt es für Personen unter 18 Jahre, die nicht mehr zur Schule gehen. Diese können in der Warn- und Alarmstufe anstatt eines PCR-Tests weiterhin einen negativen Antigen-Schnelltest vorlegen. Für Studierende gibt es keine gesonderten Regelungen. 

Wer ist für die Umsetzung verantwortlich?

Die Heimvereine sind als Veranstalter und Hausrechtsinhaber laut Corona-Verordnung dazu verpflichtet, die Regeln auf ihrem Sportgelände umzusetzen. Zur Vereinfachung des Nachweises durch den Gastverein haben wir ein mit dem Kultusministerium abgestimmtes Dokument bereitgestellt.

Noch muss der Amateurfußall in Baden-Württemberg nicht ausgesetzt werden, und man hofft beim Verband, dass die ergriffenen Maßnahmen ausreichen, um den "Worstcase" wie in Sachsen und Thüringen zu verhindern.

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