Christian Träsch rennt mit beiden Armen ausgestreckt und vor Glück schreiend nach seinem Traumtor gegen Werder Bremen 2008. (Foto: Imago, Imago)

Fußball | Porträt Was macht eigentlich Christian Träsch?

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Der ehemalige Profi des VfB Stuttgart Christian Träsch hat nach seiner letzten Station beim FC Ingolstadt noch keinen neuen Verein gefunden. Wo geht die Reise für Träsch hin?

Der mittlerweile 32-jährige Christian Träsch sucht nach seinem letzten Arbeitgeber, dem FC Ingolstadt, noch einen neuen Verein. Mit dem Abstieg im Frühjahr 2019 endete die Zeit von Christian Träsch bei den Schanzern, da sein Vertrag nur für die 2. Liga galt. Für seinen Verein wäre er "auch in die 3. Liga gegangen". Angebote aus Übersee schlug der gebürtige Ingolstädter auch zum Wohle seiner Familie aus, wie er bei SWR Sport erzählt.

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207 Bundesliga-Spiele hat Träsch in seiner Karriere vorzuweisen. 2008 startete diese verheißungsvoll beim VfB Stuttgart. Viele Fans erinnern sich heute noch an seinen Volleytreffer gegen Bremen im Oktober 2008. Es war sein erstes Tor in der Bundesliga. Er wurde rasch Stammspieler bei den Schwaben und qualifizierte sich mit seinem Verein 2009 für die Champions League. Auch zum Nationalspieler reifte der Rechtsverteidiger beim VfB. Zehn Länderspiele absolvierte er für die A-Mannschaft des DFB.

Wechsel nach Wolfsburg - dann in die Heimat

Im Sommer 2011 verließ Träsch Stuttgart und schloss sich für neun Millionen Euro Ablöse dem VfL Wolfsburg an. Unter Felix Magath wollte er hauptsächlich als defensiver Mittelfeldspieler auflaufen. Der ehemalige VfB-Trainer Magath ernannte Träsch damals zum Kapitän. Dort konnte die Mannschaft aber den Ansprüchen nicht gerecht werden. Die Frustration wurde dann "auf die Spieler abgewälzt", wie Träsch sagt. Nach sechs Jahren in der Wolfsburg, mit dem Höhepunkt des DFB-Pokalsiegs 2015, zog es den gebürtigen Ingolstädter zwei Jahre später zurück in seine Heimat. Er heuerte beim FC Ingolstadt an, mit dem er in die Bundesliga zurückkehren wollte.

Kreuzbandriss und Abstieg

Es kam anders. Im Juli 2018 riss sich Träsch das Kreuzband. Nach der langen Verletzungspause setzte der neue Trainer Tomas Oral nicht mehr auf den Defensiv-Allrounder. Nachdem sein Vertrag nicht verlängert wurde, ist Träsch seit dem 1. Juli dieses Jahres arbeitslos. Trotzdem habe er nach elf Jahren als Fußballprofi genug verdient. Er könnte seine Karriere beenden. Aber um Geld geht es Träsch schon lange nicht mehr. Für ihn überwiegt die Freude am Fußball.

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