Linienrichter mit Fahne (Foto: Imago, imago images/Jan Huebner)

Fußball | Verbandspokal Urteil: Zwei Jahre Sperre nach Schiri-Attacke

Nach der Prügel-Attacke gegen einen Linienrichter im Verbandspokal wurde nun das Urteil gesprochen: Der Spieler wird für zwei Jahre gesperrt und soll vom Südwestdeutschen Fußball Verband ausgeschlossen werden.

Die Bilder, auf denen ein 21-Jähriger einen Linienrichter im Verbandspokalspiel zwischen dem TuS Rüssingen und Alemannia Waldalgesheim zu Boden schlägt, haben für Entsetzen gesorgt und die Diskussionen über Gewalt gegenüber Schiedsrichtern weiter angeheizt.

Knapp zwei Wochen nach dem Skandalspiel hat nun die Verbandsspruchkammer ein Urteil gefällt und den betroffenen Spieler für zwei Jahre vom Spielbetrieb gesperrt. Die Strafe setze sich aus Einzelstrafen zusammen und sei laut Satzung die Höchststrafe. Zudem solle mit dem Urteil ein Ausschluss aus dem Verband beim Präsidium beantragt werden, was eine lebenslange Sperre bedeuten würde, erklärte der Vorsitzende der Verbandsspruchkammer, Andreas Schank.

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Auch der Verein wird bestraft

Neben der persönlichen Strafe muss sich auch der Verein des betroffenen Spielers verantworten: Der TuS Rüssingen wurde mit einer Geldstrafe von 7500€ und einer Verbandspokalsperre für zwei Spielzeiten belegt. Außerdem wird die abgebrochene Partie mit 2:0 für Waldalgesheim gewertet.

Klaus Peter Hornung ist erster Vorsitzender des TuS Rüssingen und verurteilt das Verhalten seinen Spielers. Das Urteil gegenüber seines Vereins hält er dennoch für überzogen: "Es wurden hier nur die Fakten, was alles schlecht gelaufen ist, betrachtet. Aber die Ursache, wieso es zur Eskalation gekommen ist, das wurde eher klein gehalten oder gar nicht beachtet", sagte Hornung nach der Verhandlung und spielte auf die strittigen Szenen im Spiel an, die die Emotionen haben hochkochen lassen.

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Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Rüssingen hat nun die Möglichkeit, innerhalb einer Woche Berufung einzulegen. Dann würde das Verbandsgericht über den Fall urteilen. Hornung und der Verein haben diesbezüglich noch keine Entscheidung getroffen.

Der Schiedsrichter-Obmann des Fußballkreises Kaiserslautern-Donnersberg, Florian Benedum, sagte, er finde es gut, dass sich der Verband mit dem Urteil auf die Seite der Schiedsrichter stelle. "Es wurde ein klares Zeichen gesetzt, dass hier eine rote Linie überschritten wurde."

Waldalgesheim freut sich auf das Endspiel

Für den Gegner aus Waldalgesheim ist das Urteil gegenüber Rüssingen zweitrangig. Reinhard Schenk, Vorsitzender der Alemannia Waldalgesheim, freut sich über den Sieg am Grünen Tisch und den damit verbundenen Einzug ins Verbandspokalfinale: "Wir sind zufrieden, jetzt hoffentlich gegen den 1.FC Kaiserslautern zu spielen", erklärte Schenk.

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Egal, ob das Finale gegen den FCK oder den SV Morlautern stattfindet- dann sorgen hoffentlich wieder ausschließlich sportliche Schlagzeilen für Aufsehen.

REDAKTION
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