Moneten statt Moral bei der FIFA? (Foto: Imago, Ralph Peters)

Fußball | Hintergrund Der Weltfußballverband FIFA: spannend wie ein Krimi!

"Moneten statt Moral - Wie der FIFA-Chef Giovanni Infantino den Fußball verscherbelt" heißt ein Film von SWR-Sportreporter Philipp Sohmer. Er beleuchtet die dunklen Machenschaften beim Weltfußballverband.

Im internationalen Fußball gibt es viel mehr als Tore, Siege und Niederlagen - das hat SWR-Sportredakteur Philipp Sohmer bei seinen Recherchen zum ARD-Film "Moneten statt Moral - Wie der FIFA Boss den Fußball verscherbelt" (Ab sofort auf Sportschau.de verfügbar) wieder deutlich erlebt. Bei der FIFA geht es auch um undurchsichtige Geschäfte, zwielichtige Typen und verurteilte Verbrecher in Nadelstreifen. Im Extremfall geht es um Mord. Und fast immer geht es um viel, viel Geld.

FIFA-Präsident Infantino sichert sich seine Machtbasis

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat in seiner ersten Amtszeit 1,8 Milliarden US-Dollar an die Mitgliedsverbände verteilt. Er hat die WM auf 48 Mannschaften aufgeblasen, eine große Klub-WM durchgesetzt und intern auch noch alle wichtigen Positionen im Weltverband durch Vertraute neu besetzt. So sichert er seine Macht und seine Wiederwahl. Viel Geld und Startplätze bei WM und Klub-WM - das macht die meisten Funktionäre im Weltfußball zu Infantino-Fans. Seine Wiederwahl gilt als sicher.

Ghanaischer Journalist wird erschossen

Doch die Politik Infantinos und das viele Geld im Spiel haben ihren Preis: Ein ghanaischer Enthüllungsjournalist wurde auf offener Straße erschossen, weil er und seine Kollegen den größten Bestechungsskandal im afrikanischen Fußball aufgedeckt hatten. Rund einhundert Funktionäre, darunter auch Schiedsrichter, hatten sich vor laufender Kamera bestechen lassen. Philipp Sohmer hat mit der Familie des Opfers gesprochen und mit dessen Kollegen, der seit dem Mordanschlag untergetaucht ist.

Eine junge Frau aus Somalia erzählt dem SWR-Sportreporter vor laufender Kamera, wie der somalische Verband zunächst ihr Frauenfußball-Projekt unterstützte und sie dann fallen ließ. Als sie sich beschwerte, wurde sie bedroht und musste ihr Heimatland verlassen.

Das sind nur zwei Geschichten, die SWR-Sportreporter Philipp Sohmer zusammengetragen hat. Er erzählt auch, wie der Walliser Infantino mit der Schweizer Justiz Doppelpass spielt und so die Ermittlungen gegen die FIFA im Sand verlaufen lässt. 35 Minuten - eine Reise durch das FIFA-Imperium von Paraguay über Miami bis zu Theo Zwanziger in Rheinland-Pfalz. Ein Film - spannend wie ein Krimi. Recherchiert und erzählt mit großer Fachkenntnis und großer Leidenschaft von SWR-Sportreporter Philipp Sohmer.

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