SC-Freiburg-Präsident Fritz Keller stellt sich am 27. September als DFB-Präsident zur Wahl (Foto: Imago, imago images / Martin Hoffmann)

Fußball | DFB Das ist der potenzielle neue DFB-Chef Fritz Keller

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Der erfolgreiche Gastronom und Präsident des SC Freiburg soll neuer Präsident des Deutschen Fußball Bundes werden. Wer ist der Mann, der den größten Sportverband der Welt führen will?

Fritz Keller kennt sich aus mit Macht und Einfluss, denn er ist gleich auf mehreren Feldern äußerst erfolgreich: zum einen als Sterne-Gastronom, Winzer und Weinhändler. Zum anderen führt er seit 2014 den Fußball-Bundesligisten SC Freiburg als Präsident. Am 27. September stellt er sich zudem als neuer DFB-Präsident zur Wahl.

Fußball-Begeisterung schon in die Wiege gelegt

Sein fußballverrückter Vater Franz Keller hatte enge Kontakte zur Weltmeistermannschaft von 1954. Er sorgte dafür, dass der legendäre Fritz Walter Patenonkel vom 1957 geborenen Friedrich Walter Keller wurde. Der Kapitän der Weltmeisterelf war häufiger und gern gesehener Gast im Restaurant der Kellers in Oberbergen im Kaiserstuhl, wie sich Fritz Keller im Gespräch mit dem SWR erinnert.

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Vom Vater erbte Keller das Weingut Franz Keller, das er seit drei Jahrzehnten erfolgreich weiterführt. Im vergangenen November wurde er vom einschlägigen Fachorgan Gault-Millau zusammen mit seinem Sohn Friedrich als "Winzer des Jahres" ausgezeichnet.

Ausdrucksstark und persönlich auch beim SC Freiburg

Das eigene fußballerische Talent reichte für Fritz Keller nicht zu einer großen Karriere auf dem Platz. Stattdessen agiert er als starker Mann hinter den Kulissen. 1992 wurde er in den Vorstand des SC Freiburg berufen, 2010 übernahm er als Nachfolger des verstorbenen Achim Stocker das Amt des ersten Vorsitzenden. Seit fünf Jahren leitet er den Club – nach außen hin mit Ruhe und Kontinuität, jedoch mit ähnlicher Begeisterung wie für seinen selbstangebauten Wein.

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Freiburger Kontinuität mit Trainer Christian Streich

Unter Kellers Führung wurde Christian Streich Cheftrainer und ist es bis heute. Daran konnte auch der Bundesliga-Abstieg 2015 nichts ändern. Ohne jede öffentliche Hektik auch von Seiten Kellers gelang ein Jahr später die Rückkehr ins Oberhaus. Der SC-Boss gilt als meinungsstarke Führungskraft, die, laut SC-Trainer Christian Streich, "auch Dinge aushält, die ich so nicht aushalten würde". Er traue ihm zu, alle positiven Dinge in das Amt des DFB-Präsidenten einbringen zu können, die er einbringen wolle, und wünsche ihm alles Gute.

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Von Freiburg nach Frankfurt?

Nach 27 Jahren als Vereinsfunktionär im beschaulichen Freiburg will Fritz Keller nun zum größten Verband der Welt wechseln. Im Rahmen des DFB-Bundestages am 27. September in Frankfurt am Main stellt er sich zur Wahl. Sollte er an die DFB-Spitze gewählt werden, wird er sein "Amt als Präsident des SC Freiburg schweren Herzens niederlegen".

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