Die Logos von Hoffenheim, Stuttgart, Mainz und Freiburg vor einer Stadion-Kulisse (Foto: SWR)

Fußball | Bundesliga Die Bundesliga-Gehaltstabelle: Absteiger SC Freiburg

Wenn Geld immer Tore schießen würde, müsste der VfB Stuttgart um die Europa League mitspielen – und der SC Freiburg gegen den Abstieg. Doch die Realität sieht anders aus. Der Bundesliga-Finanz-Check.

Fußballprofis verdienen wahnsinnig viel Geld. Zumindest die meisten von ihnen. Es kursieren Zahlen, Summen, Schätzungen und Gerüchte. Aber: Wie viel verdienen die kickenden Stars wirklich? Weil man über Geld und Gehälter bekanntlich nicht gern spricht, hat es sich die renommierte Website Sporting Intelligence zur Aufgabe gemacht, Licht ins Dunkel zu bringen. In der Studie "Global Sports Salaries Survey 2018" vergleicht das britische Unternehmen weltweit 349 Mannschaften aus acht Sportarten, darunter auch die Fußball-Bundesliga. Die Studie gewährt einen exklusiven Einblick in die Gehaltsbudgets der Vereine – auch in die der Klubs aus dem Südwesten. Wir haben diese Daten, die durch Spieler, Agenten, Gewerkschaften, Verbände oder Vereine gesichert sind, aufbereitet und mit anderen veröffentlichen Finanzdaten der Bundesligisten verknüpft.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim Blick auf die Jahresbilanzen der vier Bundesliga-Klubs aus dem Südwesten. Hoffenheim hat den mit Abstand höchsten Umsatz (unter anderem durch die Champions-League-Teilnahme in dieser Saison) und erwirtschaftete zum Jahresende auch den größten Überschuss. Der VfB Stuttgart hatte im Geschäftsjahr 2017 zwar einen ähnlich hohen Umsatz wie Mainz 05 im Folgejahr, jedoch verbuchten die Schwaben als einziger der vier Vereine ein sattes Minus am Jahresende. Freiburg erzielte 2018 einen Rekord-Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro. Auch ein zweistelliger Millionen-Überschuss zeugt von einer soliden Finanzplanung des südbadischen Klubs.

Die Bilanz der Südwest-Bundesligisten im Geschäftsjahr 2018

In allen finanziellen Kategorien sticht ein Bundesliga-Verein besonders hervor: Bayern München. Der deutsche Rekordmeister hat sogar ein deutlich höheres Gehaltsbudget als alle vier Erstliga-Klubs aus dem Südwesten zusammen. Außerdem verdient ein durchschnittlicher Bayern-Spieler ungefähr das 14-fache eines Spielers vom SC Freiburg.

Die Bayern in anderen Dimensionen

Der bestbezahlte Sportler der Welt ist der fünfmalige Weltfußballer Lionel Messi, dem laut Global Sports Salaries Survey in seinem Vertrag ein Netto-Grundgehalt von mehr als 56 Millionen Euro jährlich zugesichert wurde. Damit übertrifft Messis Gehalt die gesamten Gehaltsbudgets der TSG Hoffenheim und des SC Freiburg gemeinsam.

Bundesliga-Profi verdient 46.000 Euro pro Spiel

Das durchschnittliche Jahresgehalt eines Bundesliga-Spielers liegt bei ungefähr 1,5 Millionen Euro. Bei 34 Einsätzen pro Saison verdient ein Fußball-Bundesliga-Profi im Durchschnitt also etwa 46.000 Euro pro Partie. Die Akteure in der Indian Premier League (Cricket) können über diese Summe nur müde lächeln. Hier verdient ein Spieler durchschnittlich über 300.000 Euro pro Spiel. Allerdings werden dort nur 14 reguläre Saison-Spiele ausgetragen. In der Statistik wurden dabei siebenwöchige Verträge auf das Jahr hochgerechnet. Ansonsten sitzen die Akteure der US-amerikanischen Football-Liga NFL mit mehr als 150.000 Euro pro Spiel bei 16 regulären Saison-Spielen auf dem Thron der Gehaltsliste.

Die Ligentabelle der Jahresgehälter

Fast eine Milliarde Euro für Gehälter

Insgesamt geben die Bundesliga-Vereine 808.002.649 Euro pro Jahr dafür aus, ihre Spieler zu entlohnen. Die Bundesliga nähert sich also der Milliarden-Grenze. Damit steht die höchste deutsche Fußball-Spielklasse auf Rang neun der bestzahlenden Sport-Ligen der Welt. Interessant: Auf Platz elf befindet sich die ambitionierte chinesische Fußball-Liga. Die weltweit bestzahlende Frauen-Sportliga ist die amerikanische Frauenbasketball-Liga (Rang 14). Deren Spielerinnen verdienen jährlich durchschnittlich 67.000 Euro.

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