Schriftzug der 3. Liga. (Foto: Imago, Imago)

Fussball | 3. Liga Die 3. Liga bleibt ein Verlustgeschäft

Rekordumsatz, aber Rekordverlust: Die 3. Liga schreibt weiterhin rote Zahlen und bleibt das Sorgenkind des deutschen Profifußballs.

Rekordverlust trotz Rekordumsatz

Grund für Sorgenfalten beim Deutschen Fußball-Bund (DFB): Die 3. Liga bleibt weiter das größte finanzielle Problem im deutschen Profifußball. Zwar verzeichnete die Liga einen Umsatzrekord in Höhe von 185,6 Millionen Euro in der vergangenen Spielzeit. Aber die 20 Klubs weisen mit einem durchschnittlichen Minus von 1,5 Millionen Euro pro Verein das schlechteste Ergebnis auf ihrer Bilanz seit der Einführung der Liga zur Spielzeit 2008/2009 aus.

Damit machten die Drittligisten zum neunten Mal in elf Jahren in ihrer Gesamtheit Miese. Das geht aus einer am 16. Oktober veröffentlichten Bilanz des DFB hervor.

Nur sieben Vereine im Plus

Obwohl der Umsatz um rund 30 Millionen Euro gesteigert werden konnte, beendeten nur sieben Vereine die Spielzeit mit einem Plus. Dagegen schrieben 13 Klubs rote Zahlen. Das negative Eigenkapital belief sich zum Stichtag am 31. Dezember 2018 auf 15,6 Millionen Euro. Das bedeutet ein durchschnittliches Minus von 781.000 Euro pro Klub.

Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt 113,3 Millionen, was im Schnitt 6,7 Millionen Euro pro Verein entspricht. Schuld an den negativen Zahlen sind in erster Linie die Ausgaben, die um rund 30 Prozent auf 216,3 Millionen Euro gestiegen sind. Der durchschnittliche Gesamtaufwand pro Klub liegt erstmals über zehn Millionen Euro.

Gehälter größter Einzelposten

Mit mehr als 75 Millionen Euro machen die Gehälter der Profis und der Trainer den größten Einzelposten aus. Sie sind um rund 450.000 Euro pro Klub angewachsen und liegen nunmehr durchschnittlich bei 3,8 Millionen Euro pro Verein. Ein Spieler verdient im Schnitt rund 120.000 Euro pro Jahr.

So viele Zuschauer wie noch nie

Mit Blick auf die Zuschauerzahlen konnte die 3. Liga einen Rekord aufstellen. Erstmals kamen mehr als drei Millionen Besucher in die Stadien, exakt waren es 3,09 Millionen. Damit lag die durchschnittliche Zuschauerzahl bei 8.132 pro Begegnung. Die bisherige Bestmarke aus der Saison 2015/2016 (7071) wurde um mehr als 1000 Zuschauer pro Spiel übertroffen. Großen Anteil daran hatten die aus der 2. Liga abgestiegenen 1. FC Kaiserslautern (21.315) und Eintracht Braunschweig (18.047).

Die Einschaltquote pro Livespiel (Free-TV und Pay-TV) kletterte von rund 234.000 Zuschauern in der Saison 2017/2018 auf knapp 300.000. Pro Spieltag verfolgten im Schnitt fast eine Million Interessierte das Livegeschehen an den Bildschirmen - ebenfalls eine Bestmarke. Am häufigsten berichtet wurde über Kaiserslautern. Nämlich 177 Stunden und 26 Minuten.

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