Der SC Freiburg trifft zum Auftakt der Frauen-Bundesliga auf den SC Sand (Foto: Imago, foto2press)

Frauenfußball | Bundesliga In der Frauen-Bundesliga rollt wieder der Ball

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Nachdem die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft gegen Island und Färöer die Qualifikation für die Weltmeisterschaft nächstes Jahr in Frankreich klargemacht hat, steht nun wieder der Ligaalltag an.

Am Wochenende startet die Bundesliga in die neue Saison - und jede Menge Teams aus dem Südwesten mischen mit. SWR-Sportredakteurin Maximiliane Rall, die für die Bundesliga-Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim spielt, schätzt die neue Spielzeit ein.

Die Teams aus Baden-Württemberg

Als Spielerin der TSG Hoffenheim freue ich mich auf den Bundesligastart. Wir sind eines der drei Teams aus Baden-Württemberg. Jung, motiviert und zielstrebig. Wir haben alle Spiele der Vorbereitung gewonnen, das Pokalspiel in Köln zuletzt mit 5:0. Zum Auftakt kommt mit Turbine Potsdam gleich ein Top-Team ins Dietmar-Hopp-Stadion.

Die Liga rückt Jahr für Jahr enger zusammen, das zeigte in der vergangenen Saison vor allem der SC Freiburg mit dem dritten Platz. Junge Spielerinnen gut ausbilden, das zahlt sich aus. Auch dieses Jahr wird wieder mit den Breisgauern zu rechnen sein.  Das erste Spiel ist gleich das Baden-Derby gegen den SC Sand. Auch dort setzt man nun vermehrt auf junge Spielerinnen, Einige Neuzugänge aus der Nachwuchsmannschaft des VfL Wolfsburg wollen dieses Jahr den Durchbruch beim SC Sand, in der Bundesliga schaffen.

Stars und Topfavoriten

Der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München: Wenn es um die Meisterschaft und die beiden Champions-League-Plätze geht, führt wohl kaum ein Weg an diesen beiden Mannschaften vorbei. Fast ausnahmslos Nationalspielerinnen tummeln sich in den beiden Klubs. Mit Pernille Harder stellt der VfL sogar die aktuell beste Fußballerin in Europa.

Trotz der Favoritenverteilung verspricht die neue Saison Spannung. Teams wie Turbine Potsdam und der SC Freiburg wollen wieder oben dran bleiben und den Favoriten ein Bein stellen. Auch wir in Hoffenheim sehen uns gut gerüstet und sind bereit, die großen Teams zu ärgern.

Attraktivität

In der vergangenen Saison lag der Zuschauerschnitt bei 846.Eine traurige Zahl. Das frühe Ausscheiden der Nationalmannschaft,  bei der vergangenen Europameisterschaft zeigte seine Wirkung. Die Liga muss sich strecken, um  im internationalen Ansehen, nicht ins Hintertreffen zu geraten. Es bleibt zu hoffen, dass die WM im nächsten Jahr den Frauenfußball in Deutschland wieder aufweckt. Denn diese Liga hat mit Sicherheit mehr Aufmerksamkeit verdient.

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