Sören Bertram traf für Erzgebirge Aue dreifach gegen den Karlsruher SC (Foto: Imago, Sportfoto Rudel)

Relegation | Karlsruher SC Aus der Traum - Bertram erlegt den KSC

Aus der Traum für den Karlsruher SC: Nach dem 1:3 (1:1) im Relegationsrückspiel bei Erzgebirge Aue ist die Mission Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga gescheitert. Der KSC spielt somit auch im nächsten Jahr in der 3. Liga. Das Hinspiel war 0:0 ausgegangen.

Mann des Tages auf Auer Seite war Sören Bertram. Der Offensivspieler erzielte alle drei Treffer (25. Minute, 53., 75.) für die Hausherren - es waren seine ersten Tore seit dem neunten Spieltag. "Die Leute im Erzgebirge haben verdient, wieder Zweitliga-Fußball zu sehen und ich freue mich, mit meinen Toren dazu beigetragen zu haben", sagte Betram nach der Partie.

Nach dem 0:0 im Hinspiel muss der vor der Saison als unumstrittener Aufstiegsfavorit gehandelte KSC ein weiteres Jahr in der dritten Liga ran, der zwischenzeitige Ausgleich durch Fabian Schleusener (44.) reichte nicht. Damit scheiterte im zehnten Versuch seit der Wiedereinführung der Relegation erst zum dritten Mal der jeweilige Drittligist.

Aue schaffte das Happy End nach turbulenten Wochen mit dem nicht anerkannten Treffer im Duell im Platz 16 am letzten Spieltag gegen den SV Darmstadt 98. Nichts war mehr von den verhaltenen Auftritten vom torlosen Hinspiel zu sehen - und das vor allem dank der Gastgeber vor ausverkaufter Kulisse. Es passte ins Stimmungsbild im neuen kleinen schmucken Erzgebirgsstadion, dass das berühmte Steigerlied noch lief, als der Ball vor 16.000 Zuschauern bereits rollte.

KSC von Beginn an unter Druck

Aue spielte und kämpfte mit Herz und großem Einsatzwillen, die ganze Region fieberte mit. Der KSC von Coach Alois Schwartz hatte an klaren Chancen zunächst wenig entgegenzusetzen. In der 9. Minute versuchte es Bertram zum ersten Mal, ein Freistoß aus 16 Metern strich am Tor vorbei. In der 24. Minute wurde Bertrams Versuch aus kurzer Distanz in letzter Sekunde von Karlsruhes Kapitän David Pisot geblockt. Eine Minute später rannte Bertram jubelnd über den Platz: Mit einem Flugkopfball hatte er den FC Erzgebirge in Führung geschossen. In der 41. Minute fehlte die Präzision bei Bertram. Das sollte sich rächen. Kurz vor der Pause schlug der ehemalige Bundesligist aus Baden zu. Nach einer Ecke drückte Fabian Schleusener den Ball mit einem Bilderbuchkopfball per Aufsetzer ins Tor der Gastgeber. Nun war der KSC in der Gesamtabrechnung vorn. Das Auswärtstor zählte.

KSC-Sportdirektor Kreuzer ärgert sich

Doch nach der Pause war es wieder Bertram. Aus 14 Metern zog der Auer Stürmer ab und traf zum 2:1. Doch noch über eine halbe Stunde war zu spielen, es wurde zur Nervenprobe für alle Beteiligten - bis Bertram zum dritten Mal zuschlug und sich einen Platz in der Auer Vereinschronik sicherte. "Wir haben die Tore zu einfach bekommen. Wenn man drei solche Tore bekommt, reicht es einfach nicht", monierte Sportdirektor Oliver Kreutzer im ZDF

Niedergeschlagene Karlsruher

Die KSC-Profis sanken nach dem Schlusspfiff enttäuscht zu Boden, die Fans im Karlsruher Block hatten Tränen in den Augen. Für den badischen Traditionsklub heißt es nun, ein weiteres Jahr in der Dirttklassigkeit zu verbringen.

"Die letzte Überzeugung hat uns heute gefehlt", befand Abwehrspieler David Pisot nach der Partie. Sein Defensivkollege Daniel Gordon war ebenfalls unzufrieden: "Wir haben nicht das auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen haben. Deshalb haben wir verdient verloren."

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