Marius Müller (Foto: Imago, Elmar Kremser/SVEN SIMON)

2. Bundesliga | 1. FC Kaiserslautern Glaube schlägt Frust

Der FCK-Abstieg wird immer realer. Die Hoffnung immer kleiner und die Angst in Kaiserslautern immer größer. Kein Grund für Lauterns Torhüter Marius Müller aufzugeben.

Der Frust war immer noch groß bei Marius Müller – auch einen Tag nach dem 2:3 gegen den VfL Bochum. "Die Situation wird für uns immer enger", bilanziert der Torhüter nachdenklich. Auf acht Punkte ist der Abstand zum Relegationsplatz 16 mittlerweile angewachsen.

Mut machen, weitermachen!

Trotzdem war der Glaube des 1.92m-Mannes für die Gäste der Sendung Flutlicht spür- und hörbar. Der Glaube daran, dass diese Mannschaft, die abgeschlagen auf dem letzen Tabellenplatz steht, es vier Spieltage vor Schluss doch noch irgendwie schaffen kann.

"Es gibt 12 Punkte zu holen und ich kann von mir behaupten und ich glaube von jedem meiner Mannschaftskollegen, solange es rechnerisch noch nicht besiegelt ist, dass wir den Gang in die dritte Liga gehen müssen, hauen wir alles in den Topf rein was es gibt."

Marius Müller in Flutlicht

Applaus von den zahlreichen FCK-Fans im Publikum. Da sitzt einer an dem man sich eventuell noch hochziehen kann in dieser schwierigen Situation.

Dauer

Rückkehr hat sich doch gelohnt

Seit Sommer ist Müller auf dem Betzenberg. Seine Rückkehr erhitzte die Gemüter der Anhänger: Teilweise schlug ihm Hass entgegen. Doch nun ist er, dank starker Leistungen, in der Pfalz wieder unentbehrlich. Am Aufschwung in der Rückrunde trug er entscheidend bei. Der Frage ober sich auch einen Verbleib am Betzenberg eine Spielklasse tiefer vorstellen könnte, weicht die Leihgabe aus Leipzig aus.

"Ich habe eins im Fußball gelernt: Das alles möglich ist und du sollst niemals nie sagen. Ich glaube aber, dass im Sommer eine andere Situation ist wie vor einem Jahr."

Marius Müller über einen Verbleib im Abstiegsfall

Im Klartext, die Chancen, dass Müller bei einem Abstieg bleibt sind eher gering.

Es könnte schnell gehen

Die roten Teufel spielen unter Michael Frontzeck eine starke Rückrunde. "Er gibt der Mannschaft Ruhe und gute Impulse. Das macht er super. Und auch ich versuche mehr Fußball zu spielen", bestätigt Müller dem Trainer. Es ist die Hypothek der ersten 17 Spiele die auf den Pfälzern lastet. Bereits am kommenden Wochenende könnte Kaiserslautern zum ersten Mal in die dritte Liga absteigen. Schneller als erwartet. So weit will Müller gar nicht denken und schon gar nicht schauen.  

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