Die Fans stehen hinter dem 1. FC Kaiserslautern (Foto: SWR, Jan Huebner)

2. Bundesliga | 1. FC Kaiserslautern Stirb langsam 1. FC Kaiserslautern!

Noch ein Spiel in der 2. Bundesliga - und dann ist der ruhmreiche 1. FC Kaiserslautern erstmals in seiner langen Historie nur noch drittklassig. Eine Entwicklung, die schon vor langer Zeit ihren Anfang genommen hat.

1998 wurde der 1. FC Kaiserslautern als Aufsteiger sensationell Deutscher Meister. Eine bis heute einmalige Leistung, eine Bestmarke wohl für die Ewigkeit. Die gesamte Pfalz war damals euphorisiert, das kleine Kaiserslautern war urplötzlich Deutschlands Fußball-Hauptstadt.

Doch im Erfolg macht man bekanntlich die größten Fehler - das spürt man heute auch beim FCK schmerzhaft. Plötzlich sah man sich auf Augenhöhe mit Klubs wie dem FC Bayern. Man setzte alles daran, dass das Fritz-Walter-Stadion ausgebaut wird, um Spielort der WM 2006 zu sein. Und man kaufte plötzlich Stars, die nicht nach Kaiserslautern und zum dortigen Selbstverständnis und der Pfälzer Mentalität passten.

Eine Negativspirale geriet in Gang und setzte das in Bewegung, was heute im Abstieg in die 3. Liga kulminiert. Man kann die heutigen Ereignisse nicht erklären, ohne die Situation Ende der 1990er und Anfang der 2000er-Jahre zu berücksichtigen.

Doch bald ist es traurige Realität. Der 1. FC Kaiserslautern, der Klub von Fußball-Ikonen und Weltmeistern wie Fritz und Ottmar Walter oder Horst Eckel spielt künftig drittklassig. SWR-Sportredakteur Bernd Schmitt zeigt in einem Film, der am Donnerstag, den 10. Mai, um 19 Uhr und am Sonntag, den 13. Mai, um 22:30 im SWR Fernsehen RP ausgestrahlt wird, wie es soweit kommen konnte und was der Niedergang des FCK für die Anhänger der Pfälzer bedeutet.

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