Martin Bader galt in jungen Jahren ein lässiger Typ (Foto: SWR)

2. Bundesliga | 1. FC Kaiserslautern Sportvorstand Martin Bader ist "der Nülli"

Seit Anfang Februar ist Martin „Nülli“ Bader Sportvorstand beim 1. FC Kaiserslautern. Im SWR-Interview packten zwei Kumpels aus. Nur mit seinem niedlichen Spitznamen will Bader den FCK nicht in der 2. Liga halten.

Dünn sei er gewesen, dünn wie eine Schnur, erklärt Martin Bader die Herkunft seines Spitznamens über den der neue Sportvorstand des 1. FC Kaiserslautern mittlerweile selbst schmunzeln muss. Und ein dünnes Schnürchen sei da, wo er herkommt, eben ein "Nüllilein". Am Schnürchen läuft es beim FCK schon lange nicht mehr. Das soll Bader ändern und den FCK vor dem Absturz in die 3. Liga bewahren.

Martin Bader als A-Jugendlicher beim VFL Pfullingen (Foto: SWR)
Martin Bader (hintere Reihe, 2. von rechts) als A-Jugendlicher beim VfL Pfullingen

Bader ist ein erfahrener Fußballmanager. Fußballspieler ist er erst spät geworden. In seinem Heimatort beim VFL Pfullingen "kickte" er in der A-Jugend. Davor war er nur in der Schulmannschaft aktiv. "Martin war richtig schnell", erinnert sich Oliver Kuhn, einer seiner Mannschaftskameraden. "Als Flügelflitzer war er prädestiniert." Und auch auf sein Äußeres hat Bader schon immer Wert gelegt, wissen seine Schulfreunde. Er sei immer adrett gekleidet gewesen. Und auch in der Abiturzeitung von Baders Abschlussjahrgang heisst es: "Es war einmal vor allzu langer Zeit ein schwarzhaariger, geschniegelter und gebiegelter, braver 'Mini'-Strant, der sein Leben in häuslicher Harmonie genoss."

Ausschnitt aus der Abiturzeitung von Martin Bader (Foto: SWR)

Martin Bader mit dem besten Abi

Nach der Schule studierte Bader dann Sportökonomie. Zu Dritt seien sie damals zum Sporttest nach München gefahren, erzählt Baders Schulfreund Matthias Klumpp: "Der Martin war der einzige, der es letztendlich geschafft hat. Im Sporttest waren wir alle gut, aber er hat doch noch ein besseres Abi gehabt und hat einen Platz gekriegt. Wir anderen zwei haben es leider nicht geschafft."

Hertha BSC Berlin. 1. FC Nürnberg. Hannover 96. Und jetzt: der 1. FC Kaiserslautern. Kaum angekommen musste Bader handeln. Chefcoach Jeff Strasser musste wegen gesundheitlicher Probleme pausieren. Da helfen Kontakte. Bader sprach mit Michael Frontzeck, den er noch von Hannover 96 kennt. Mit Frontzeck gewannen die Roten Teufel zwei Spiele in Folge. Die Sorgenfalten auf Baders Stirn sind kleiner geworden. 2:1 in Braunschweig gewonnen und endlich auch wieder ein Sieg auf dem heimischen Betzenberg: 3:1 gegen den Aufsteiger und Tabellendritten aus Kiel. Fans und Mannschaft schöpfen wieder Hoffnung, dass der Klassenerhalt gelingt. Also: Nülli, mach Dir keine Sorgen!

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