Ein Tor geschossen, eins vorbereitet und einen Elfmeter herausgeholt - FCK-Stürmer Osayamen Osawe avancierte gegen Holstein Kiel zum Matchwinner (Foto: Imago, Jan Huebner)

2. Bundesliga | 1. FC Kaiserslautern Das unerwartete Comeback von Osayamen Osawe

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Ein Tor geschossen, eins vorbereitet und einen Elfmeter herausgeholt - Osayamen Osawe avancierte gegen Holstein Kiel zum Matchwinner und schenkte dem 1. FC Kaiserslautern neue Hoffnung.

Es war wie eine Auferstehung, eine Wiedergeburt, der Beginn eines zweiten Fußballerlebens. Osayamen Osawe war bei den FCK-Fans längst abgeschrieben, hatte ein Stolpererimage. Aber gegen Holstein Kiel war er der entscheidende Mann auf dem Platz, vor dem Holstein Kiel kapitulierte: "Wir haben es nicht geschafft, einen Spieler zu verteidigen, und der hat das Spiel entschieden", ärgerte sich Kiels Trainer Markus Anfang.

Osawe überlief die Kieler Abwehr schon in den Anfangsminuten mehrfach, legte Brandon Borello das 1:0 perfekt auf und entfachte beim 1. FC Kaiserslautern frühe Euphorie. Und Osawe freute sich, wieder ein wichtiger Teil der Roten Teufel zu sein: "Die ganze Mannschaft steht zu mir, der neue Trainer gibt mir Selbstvertrauen, hat mich jetzt zweimal durchspielen lassen, ich fühle mich gut.“ Und Trainer Michael Frontzeck ist froh, dass er einen wie Osawe im Kader hat.

Hungriger Borello frisst Kilometer

Borello belohnte sich nach Osawes Vorarbeit selbst für eine herausragende Laufleistung in den vergangen Spielen, der Australier ist der Kilometerfresser im Team, darauf angesprochen lacht der 22-Jährige: "Ich bin sehr hungrig, ja! Aber das ist die Mentalität des FCK: wir müssen rennen, wir müssen kämpfen, in dieser Situation muss jeder 110 Prozent geben.

Auch Torwart Marius Müller gab diese 110 Prozent, parierte einen Elfmeter von Marvin Ducksch und hielt so die 1:0-Führung zunächst fest, war aber beim 1:1 Ausgleich der Kieler chancenlos. Der FCK steckte den Ausgleich aber weg, profitierte wieder von einer Einzelleistung Osawes, der einen zweifelhaften Elfmeter herausholte.

Kaiserslautern schöpft neue Hoffnung

Kapitän Christoph Moritz verwandelte souverän, der FCK ging nach der besten Halbzeit der ganzen Saison mit 2:1 in Führung. Osawe entschied das Spiel mit seinem Treffer zum 3:1, der zweite Sieg in Folge, der auch den Erfahren im Team wieder Hoffnung macht.

Es war die überzeugende spielerische Leistung des FCK in den vergangen drei Spielen die überraschte. So könnte es doch noch reichen Doch Osawe will noch nicht bis ans Saison-Ende denken: "Wir schauen nicht auf die Tabelle, auch nicht auf die Punkte; jedes Spiel drei Punkte holen, das ist unsere Mentalität. Wir müssen uns in jedem Spiel ganz auf uns selbst konzentrieren. Kaiserslautern hofft wieder - auch Dank Osawes unerwarteten Comeback.

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