Die TSG Hoffenheim muss den Blick nach unten richten (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | Bundesliga

Hoffenheims Krise hält auch gegen den VfB an: "Wir müssen aufpassen, es ist hauchdünn"

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Johann Schicklinski

Nach dem 2:2 gegen den VfB Stuttgart muss die TSG Hoffenheim den Blick nach unten richten. Die Kraichgauer holten aus den vergangenen elf Spielen nur einen Sieg und sind seit sieben Partien ohne Dreier.

Den "worst case" konnte die TSG Hoffenheim immerhin noch abwenden. Dank des 2:2-Ausgleichtreffers von Andrej Kramaric in der vierten Minute der Nachspielzeit retteten die Kraichgauer beim 2:2 (1:1) gegen den VfB Stuttgart noch einen Punkt und verhinderten damit, dass der Nachbar nach Zählern in der Tabelle gleichzog. Trotzdem muss die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter den Blick nach unten richten. 19 Zähler aus der Hinrunde, seit sieben Spielen ohne Sieg - das entspricht nicht dem Anspruch der Hoffenheimer.

"Ich glaube, wenn das Spiel noch ein paar Minuten länger geht, dann gewinnen wir es noch", sagte Coach Breitenreiter nach der Partie, die seine Mannschaft in der Schlussphase in Überzahl gestaltete. Stuttgarts Naouirou Ahamada hatte nach zu überschwänglichem Jubel über den 2:1-Führungstreffer durch Wataru Endo (79.) Gelb-Rot gesehen.

Breitenreiter lobt die Moral seiner Mannschaft

"Wir hatten noch einige Riesenchancen", sagte Breitenreiter. In der Kabine habe er der Mannschaft zum Punktgewinn gratuliert, weil sie große Moral gezeigt habe. "Wir haben eine Wende herbeigeführt", beteuerte der 49-Jährige, obwohl seine Spieler ähnlich wie bei der 1:3-Niederlage bei Union Berlin in der zweiten Halbzeit teilweise völlig den Faden verloren hatten - und das diesmal gegen einen angeschlagenen Gegner.

Dabei lief in der ersten Halbzeit alles nach Plan für Hoffenheim. Kramaric brachte die TSG früh in Führung (11.), doch Serhou Guirassy glich kurz vor der Pause aus (45.+5). Nach dem Rückstand durch Endo sah es nach einer Heimpleite aus, ehe Kramaric doch noch zuschlug.

"Die Mannschaft hat nicht aufgehört und daran geglaubt"

Dementsprechend ambivalent fiel Breitenreiters Fazit aus. "Wir sind sehr gut in die erste Halbzeit reingekommen. Der taktische Plan ist komplett aufgegangen. Das war richtig gut - bis nach einem leichten Ballverlust das 1:1 aus dem Nichts fällt. Dann hat man die Verunsicherung gespürt", sagte er. "Aber die Mannschaft hat nicht aufgehört und daran geglaubt, hier noch etwas zu holen."

Fans machen ihrem Unmut Luft

Doch für die Hoffenheimer hält trotz des Remis die Krise an. Vor der Saison waren sie mit dem Anspruch angetreten, um die Europa-League-Plätze mitzuspielen. Die sind derzeit weit weg - stattdessen skandierten die unzufriedenen Fans gegen den VfB: "Wir wollen euch kämpfen sehen!"

Klar ist: Gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15:30 Uhr) stehen die Kraichgauer unter Druck. Sonst steckt die TSG wirklich tief im Abstiegskampf. "Wir sind nicht blind, wir müssen sehr wachsam sein. Heute haben die Jungs Taten folgen lassen - auch wenn die Fehler die gleichen waren", sagte Breitenreiter.

Keeper und Kapitän Oliver Baumann mahnte ebenfalls: "Ja, wir müssen aufpassen, es ist hauchdünn. Wir müssen extrem viel reinsetzen, dass wir da nicht komplett reinrutschen."

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