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Hoffenheim startet in seine dritte Europacup-Saison und will sich auch ohne den positiv auf das Coronavirus getesteten Andrej Kramaric in der Vorrunde durchsetzen. Für Trainer Sebastian Hoeneß ist es das internationale Debüt.

Vor ihrer dritten Saison auf der europäischen Bühne will die TSG 1899 Hoffenheim unbedingt zum ersten Mal in einem internationalen Wettbewerb überwintern. Zum Auftakt in der Europa League geht es am Donnerstag (21.00) gegen den serbischen Meister Roter Stern Belgrad - ohne Zuschauer im Sinsheimer Stadion und ohne die weiter in Quarantäne befindlichen Andrej Kramaric, Kasim Adams und Pavel Kaderabek. "Wir wollen die Gruppenphase überstehen, das ist unser großes Ziel. Ein Sieg gegen Roter Stern wäre da schon mal wichtig", sagte Trainer Sebastian Hoeneß.

Nächstes Spiel bei Gent

Der 38-Jährige kann es nun besser machen als einst Julian Nagelsmann. Der heutige Coach von RB Leipzig flog mit den Kraichgauern 2017 in der Europa League und 2018 in der Champions League in der Vorrunde raus. Nächste Woche muss das Hoeneß-Team ins stark von Corona betroffene Belgien zum Spiel bei KAA Gent fliegen. Weiterer Gegner ist FC Slovan Liberec aus Tschechien.

Kramaric, Adams und Kaderabek fehlen weiterhin

Wie schon zuletzt beim 0:1 gegen Borussia Dortmund in der Bundesliga fehlen den Hoffenheimern Kramaric und Adams (beide positiv auf das Coroavirus getestet) und Kaderabek (Corona-Fall in der Familie). Zur Dauer der Quarantäne bei dem Trio konnte Hoeneß am Donnerstag nichts sagen: "Die Jungs werden weiter getestet, es hängt davon ab, wie diese Tests ausfallen", erklärte er. Er habe mit den Spielern telefoniert: "Es geht ihnen gut, sie sind symptomfrei."

Rosen: "International zeigen, was wir in Bundesliga zeigen"

Die TSG hat zwar in allen 14 Europacup-Spielen bisher getroffen, aber nur eine Begegnung gewonnen: vor drei Jahren mit 3:1 gegen Istanbul Basaksehir. In der Königsklasse zahlten die Hoffenheimer ein Jahr später Lehrgeld gegen Manchester City, Olympique Lyon und Schachtjor Donezk. "Unsere klare Hoffnung ist, dass wir in dieser Saison auch international zeigen, was wir jetzt seit vielen Jahren in der Bundesliga zeigen", sagte Sportchef Alexander Rosen nach der diesjährigen Auslosung. "Es geht darum, dass wir nach wie vor auf dem Platz stehen dürfen und den Fußball ausüben dürfen. Und das noch international, da freuen wir uns drauf", sagte Torhüter Oliver Baumann angesichts der Corona-Krise.

Gacinovic voller Vorfreude

Belgrad ist zum 30. Mal insgesamt und zum dritten Mal hintereinander serbischer Meister geworden und gewann 1991 den Europapokal der Landesmeister. Besonders heiß auf das Spiel ist Hoffenheims serbischer Neuzugang Mijat Gacinovic. "Die Europa League ist mein Lieblingswettbewerb. Ich freue mich total darauf. Mit Eintracht Frankfurt habe ich in der Vergangenheit super Erfahrungen gesammelt", sagte der 25-Jährige in einem Interview auf der Club-Homepage. "Mit der TSG ist unser klares Ziel, dass wir weiterkommen. Aus meiner Sicht haben wir in unserer Gruppe das beste Team."

Vogt: "Müssen abgezockter sein"

"Mit aller Macht", betonte der verletzte Benjamin Hübner, werde man versuchen, international zu überwintern. Sein Vorgänger als Kapitän, Kevin Vogt, ist überzeugt: "Wir sind jetzt alle etwas älter und haben unsere Erfahrungen gesammelt. Wir haben genug Luft geschnuppert und wissen, dass wir auf der internationalen Bühne abgezockter sein müssen, um die Spiele zu gewinnen."

Aus der Startelf vom bitteren Europa-League-Debüt 2017 mit dem 1:2 gegen die Portugiesen von Sporting Braga sind allerdings neben Vogt nur noch Baumann und Florian Grillitsch im Kader für Donnerstag.

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