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Die Bundesliga bleibt das Sorgenkind der TSG Hoffenheim. Wenige Tage nach dem Kantersieg im Europapokal unterlag die Elf von Sebastian Hoeneß beim VfL Wolfsburg.

Nach dem Schützenfest in der Europa League musste sich die TSG Hoffenheim dem VfL Wolfsburg in der Bundesliga mit 1:2 geschlagen geben. Renato Steffen (6. Minute) und Wout Weghorst (26.) trafen am Sonntag für die Niedersachsen, den Gästen glückte durch Sargis Adamyan nur noch der Anschlusstreffer (87.). VfL-Keeper Koen Casteels parierte in der 4. Minute der Nachspielzeit einen Handelfmeter von Munas Dabbur.

Das 1:0 durch den Schweizer Steffen wollte Schiedsrichter Sven Jablonski zunächst gar nicht anerkennen, bis ihm der Videoassistent nach beinahe zwei Minuten signalisierte: Da stand niemand im Abseits. Das 2:0 fiel dann erst mit dem zweiten Nachschuss, nachdem erneut Steffen und auch Torschütze Weghorst zuvor zweimal bei dem Versuch gescheitert waren, den Ball über die Torlinie zu bringen. Hoffenheim wurde erst in den Schlussminuten der ersten Halbzeit durch Ishak Belfodil (40.) und Christoph Baumgartner (45.+3) gefährlich. "Wir kommen katastrophal ins Spiel. Da kommen wir in eine Situation, in der wir hinterlaufen", ärgerte sich Trainer Sebastian Hoeneß im Interview mit SWR Sport. "Der Großteil das Spiels war sogar ganz ordentlich. Aber wir brauchen uns das nicht schön reden. Wir bringen uns einfach in Situationen, die man kitten muss anstatt selber mal aus guten Phasen Tore zu kreieren und den Schwung dann mitzunehmen. Das schaffen wir gerade nicht."

Hoffenheim zwischen Europa-Euphorie und Bundesliga-Frust

Bei der TSG wird der Kontrast zwischen Europa League und Bundesliga immer größer. Während man international bislang jede Partie gewann, verlor man in der Liga nun vier der vergangenen fünf Spiele. Immer länger wurde durch den positiven Corona-Test bei Jacob Bruun Larsen auch die Liste der Ausfälle. In der Volkswagen Arena fehlten Trainer Sebastian Hoeneß insgesamt neun Profis.

Trotz dieses Handicaps und des 0:2-Rückstands kämpften sich die Hoffenheimer noch einmal in dieses Spiel zurück. Sie dominierten die zweite Halbzeit, verpassten aber gleich mehrfach den nötigen Anschlusstreffer, der auch die Wolfsburger noch einmal nervös gemacht hätte. Die beste Chance vergab Munas Dabbur in der 73. Minute.

Auch Weghorst scheitert vom Punkt

Kurz vor Schluss hätte Weghorst das Spiel zugunsten der Niedersachsen entscheiden können. Doch der Niederländer schoss in der 84. Minute einen Foulelfmeter neben das Tor. Durch Adamyans späten Anschlusstreffer und den Elfmeter in der Nachspielzeit ergab sich dann doch noch die unverhoffte Chance auf einen Punkt für Hoffenheim - mit bekanntem Ausgang. So blieb es bei der Niederlage, nach der die Kraichgauer mit sieben Punkten auf Platz 13 abrutschen.

"So fühlt sich die Niederlage noch einmal schlimmer an", resümierte Sebastian Rudy im Interview mit SWR Sport. "Wir hatten heute auch ein paar Möglichkeiten, mehr Tore zu schießen und haben es nicht gemacht. Wir sind schlecht in das Spiel reingekommen, haben uns gesteigert bis zum Schluss – und dann leider keinen glücklichen Punkt mitgenommen."

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