Stürmer Andrej Kramaric von der TSG Hoffenheim (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | Bundesliga

Trotz und wegen Andrej Kramaric: TSG Hoffenheim setzt sich oben fest

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Punktgleich mit Bayern und Dortmund - die TSG Hoffenheim setzt sich in der Bundesliga-Tabelle oben fest. Trotz und wegen Angreifer Andrej Kramaric.

Von den einfachen Dingen scheint Andrej Kramaric nicht viel zu halten. "Das Tor war schwieriger als der Elfmeter - aber Hauptsache, der Ball ist drin", sagte der Stürmerstar der TSG Hoffenheim nach seiner Autogrammstunde bei den Fans mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht.

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Bereits der zweite Elfer-Fehlschuss in dieser Saison

Im Anschluss an das 4:1 (0:0) gegen den FSV Mainz 05 hatte der Vize-Weltmeister in Diensten des Kraichgauer Bundesligisten gut lachen, während der Partie sah das zunächst allerdings anders aus. Beim Stand von 0:0 setzte Kramaric einen Foulelfmeter neben das Tor (44. Minute) - und vergab damit im zweiten Anlauf zum zweiten Mal vom Punkt in der jungen Saison.

Kramaric trifft sehenswert

Mit der Rolle der tragischen Figur wollte sich der Kroate aber nicht abfinden. Also brachte der TSG-Rekordtorschütze seinen ambitionierten Klub mit einem artistischen Seitfallzieher (53.) doch noch auf die Siegerstraße - zu seiner Erleichterung: "Ich freue mich, dass ich nach meinem verschossenen Elfmeter der Mannschaft noch mit einem Tor helfen konnte."

Startrekord für die TSG Hoffenheim

Der am Ende zu hoch ausgefallene Sieg gegen die lange in Unterzahl spielenden Mainzer verhalf den Hoffenheimern nicht nur zum dritten Heim-Dreier in Folge - und damit zu einem TSG-Startrekord. Der Verein von Mehrheitseigner Dietmar Hopp hat sich zudem punktgleich mit Bayern München und Borussia Dortmund oben in der Tabelle festgesetzt. Das badische Derby am kommenden Sonntag gegen den SC Freiburg wird zum Spitzenspiel.

"Da benötigen wir unsere beste Leistung, um zu bestehen", sagte Hoffenheims Trainer André Breitenreiter beim Blick voraus: "Die Tabelle spielt allerdings nicht die größte Rolle. Wir sind auf einem Weg, der lange nicht zu Ende ist. Es geht um den Prozess."

Vor allem aber ging es um Kramaric. Denn trotz seines Treffers wackelt der Status des 31-Jährigen als Elfmeterschütze. "Er hat in der Vergangenheit sehr gute Strafstöße geschossen, jetzt hat er zweimal nicht getroffen", sagte Breitenreiter: "Wir werden thematisieren, was das Richtige ist."

Mainz 05 muss Rückschläge wegstecken

Wirklich richtig fühlte sich die Niederlage für die Mainzer nicht an. Schließlich war der FSV vor 20.114 Zuschauern, darunter Bundestrainer Hansi Flick, zu Beginn die bessere Mannschaft. Doch zwei Nackenschläge warfen die Elf von Coach Bo Svensson, die vor der Partie dreimal in Folge bei der TSG sowie alle bisherigen Auswärtsspiele der laufenden Saison gewonnen hatte, aus der Bahn. Der in den ersten Minuten stark spielende WM-Kandidat Jonathan Burkhardt musste früh raus (12.). Sein Gegenspieler Kevin Akpoguma hatte den 22 Jahre alten Stürmer hart gefoult und ihm eine Fleischwunde am Fuß zugefügt.

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Kurz vor der Pause sah FSV-Verteidiger Alexander Hack aufgrund einer Notbremse die Rote Karte (41.). Nach Kramaric sorgten Grischa Prömel (69.), Munas Dabbur (80.) und Pavel Kaderabek (90.+2) mit ihren Toren dafür, dass Svensson zum ersten Mal (als Spieler wie als Trainer) gegen Hoffenheim verlor. Daran änderte auch das Tor von Dominik Kohr (83.) nichts.

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