TSG-Trainer Sebastian Hoeneß blickt nachdenklich (Foto: IMAGO, foto2press)

Fußball | Bundesliga

Hoffenheim reist nach Köln: Hoeneß zwischen Sorgen und Spieltag

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Die TSG Hoffenheim ist am Sonntag beim 1. FC Köln zu Gast und will im Kampf um die Champions-League-Plätze weiter punkten. Der Fokus auf den Fußball, er fällt aber auch Profis dieser Tage schwer.

Eigentlich will Sebastian Hoeneß den Fokus auf den Fußball legen, auf das Tagesgeschäft, sagt der Coach der TSG Hoffenheim. Da gäbe es vor dem Gastspiel beim 1. FC Köln am Sonntag auch genug zu tun - schließlich will das Team von Trainer Hoeneß weiter im engen Rennen um die Champions-League-Plätze mit dabei bleiben. Der Fokus auf den Sport aber, er fällt auch in der Bundesliga dieser Tage schwer. "Es ist sehr schwierig und da spreche ich auch für meine Mannschaft", sagte Hoeneß mit Blick auf den Krieg in der Ukraine. 

"Ich habe mitbekommen, wie kleinere und größere Gruppen zusammensitzen und sich über das Weltgeschehen austauschen. In der Form habe ich das auch noch nicht erlebt." Hoeneß selbst macht die aktuelle Situation nachdenklich, auch er versuche zu helfen. "Wir haben nur die Möglichkeit, jeden Tag in die Nachrichten zu schauen und zu hoffen, dass da ein Zeichen der Entspannung und der Versöhnung kommt. Mehr können wir aktuell einfach nicht tun."

Schlau spielen, Modeste verteidigen 

Der Themenwechsel zum Fußball, er fällt auch Hoeneß nicht leicht. Und doch gibt es ihn, den Blick auf den nächsten sportlichen Gegner, den 1. FC Köln, und seine Spielweise. "Sie hören nicht auf und machen immer weiter." Sein Team werde deshalb "schlau" und auch unter Druck agieren müssen, aber: "Wenn du schnelle und gute Entscheidungen triffst, dann bringt die Spielweise auch Räume mit", glaubt Hoeneß.

Einer, auf den es dabei besonders zu achten gilt, ist wenig überraschend der FC-Stürmer Anthony Modeste. "Er ist für die Kölner eine kleine Lebensversicherung", so Hoeneß. "Das ist einfach ein Spieler, der über ein sehr gutes Kopfballspiel, über einen sehr guten Torriecher verfügt." Vor allem in der "Box-Verteidigung" wollen die Hoffenheimer Modeste nicht aus den Augen lassen. 

Hübner fällt aus, Geiger fraglich 

Dabei nicht helfen können, wird Kapitän Benjamin Hübner. "Er ist krank und steht an diesem Wochenende nicht zur Verfügung", lautete die ebenso knappe wie unmissverständliche Erklärung des Coaches. Bei Hübners Nebenmann Kevin Vogt, der zuletzt wegen einer Oberschenkelverletzung fehlte, bestehe eine "Resthoffnung", dass er am Sonntag ins Team zurückkehre.

Offen ist, ob Dennis Geiger wieder im Kader steht. Geiger war nach einem Zusammenprall im Spiel gegen den VfB Stuttgart mit Verdacht auf eine Kopfverletzung, benommen ausgewechselt worden. "Es geht ihm gut, er hat keine Auffälligkeiten mehr. Aber man muss abwarten", sagte Hoeneß. Geiger werde am Freitag erstmals mit dem Team trainieren. 

Nicht nur ein wichtiger Spieltag

Beim "Mittelstreckenlauf" um die internationalen Plätze, wie es Hoeneß nennt, könnte Geiger deshalb noch fehlen, aber: "Es ist ein wichtiger Spieltag, weil es so eng ist. Aber auch der nächste wird wieder eng sein, der nächste darauf auch. Wichtig ist, einen langen Atem zu haben", betonte Hoeneß.

In RB Leipzig und dem SC Freiburg treffen zudem zwei unmittelbare Konkurrenten der TSG um die Teilnahme an der Königsklasse direkt aufeinander. Am kommenden Samstag empfangen die Kraichgauer dann den FC Bayern.

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