Andrej Kramaric (Foto: imago images, imago images / Nordphoto)

Fußball | Bundesliga

Hoffenheims Kramaric: Rekord als kroatischer Bundesliga-Toptorjäger?

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Ohne Andrej Kramaric stünde die TSG 1899 Hoffenheim längst im Abstiegskampf. Der Kroate wird von Saison zu Saison wertvoller für den einstigen Dorfclub. Viele fragen sich, wie lange der Kroate überhaupt noch da ist.

Wird er wieder treffen? Bei der TSG 1899 Hoffenheim werden am Sonntag (18.00 Uhr) gegen den 1. FC Köln noch mehr Augen als sonst auf Andrej Kramaric gerichtet sein. Der WM-Zweite von 2018 und Club-Liebling kann zum Rückrunden-Auftakt als erfolgreichster kroatischer Torschütze in die Bundesliga-Geschichte eingehen. Sein Trainer Sebastian Hoeneß ist voll des Lobes. "Das ist eine erstaunliche Auszeichnung, die er da erreichen kann und auch früher oder später erreichen wird. Das ist stark, das zeigt seine außergewöhnliche Klasse", sagte Hoeneß bei der Video-Pressekonferenz am Freitag.

Die 73 kann fallen - so gut ist Kramaric drauf

Nach dem 3:0-Befreiungsschlag bei Hertha BSC kann der 38 Jahre alte Chefcoach beim Tabellenelften wieder ruhiger arbeiten - auch dank Kramaric. Der Stürmer hat in dieser Saison bereits zehn Tore erzielt und ist nach seiner Corona-Erkrankung im Herbst und den Problemen danach wieder in Höchstform. Zuletzt traf der 29-Jährige zweimal in Berlin. Beim 3:2 gegen Köln zum Saisonauftakt erzielte er sogar alle Tore. Den Rekord von Ex-Profi Ivica Olic (Hamburger SV, FC Bayern, VfL Wolfsburg) als erfolgreichster kroatischer Liga-Torschütze (72 Tore) hat Kramaric schon eingestellt. Am Sonntag könnte er sein 73. Bundesligator schießen - ein Rekord und eine Klasse für sich.

Schließt sich Kramaric bald einem europäischen Spitzenclub an?

Vor genau fünf Jahren war Kramaric vom späteren englischen Meister Leicester City in den Kraichgau gewechselt. "Ein herausragender Spieler, der bei uns seine sportliche Heimat gefunden hat und sicher einer, der nicht nur aufgrund seiner Quote, sondern aufgrund auch seiner Spielleistungen einer der besten Bundesliga-Spieler der letzten Jahre ist" - so hatte Sportchef Alexander Rosen ihn kürzlich gelobt. Der lauffreudige Kramaric war zuletzt oft auf dem ganzen Platz zu finden, um auch die Löcher zu stopfen, die durch die vielen Ausfälle bei den Hoffenheimern entstanden sind. Torjäger und Teamplayer. Gerade das gefällt Hoeneß so. "Er erarbeitet sich die Dinge, er läuft sehr, sehr viel. Er ist mannschaftsdienlich unterwegs", schwärmte Hoeneß. "Er ist sehr, sehr selbstkritisch, das beeindruckt mich."

Die Topform und die Quote von Kramaric lässt die TSG-Fans längst befürchten, dass sich der Kroate bald einem europäischen Spitzenclub anschließt. Sein Marktwert wird inzwischen auf über 30 Millionen Euro geschätzt, sein Vertrag läuft noch bis 2022. Hoffenheims Ex-Trainer Julian Nagelsmann (RB Leipzig) bezeichnete den Angreifer mal als einen "brutalen Winner". Kramaric, der in schwächeren Phasen auch mal schnell zweifelt, sei "sehr reflektiert, weil er viel nachdenkt und hinterfragt. Man kann mit ihm extrem viel über taktische Dinge sprechen". Mit seinen Haken und einem fiesen Körperschwerpunkt "ist er sehr gefährlich und unglaublich schwer vom Ball zu trennen. Ein super Vorbereiter, aber auch ein Goalgetter."

Sinsheim

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