Die TSG will Erling Haaland mit einer geschlossenen Teamleistung ärgern. (Foto: imago images, Nordphoto)

Fußball | Bundesliga

Hoffenheim gegen Haaland? TSG setzt gegen BVB auf Teamleistung

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Das Pokalaus gegen Freiburg wirkt bei der TSG Hoffenheim nach. Vor dem Spiel gegen den BVB ist Coach Sebastian Hoeneß trotzdem zuversichtlich - auch wegen der guten Nachrichten aus der Personalabteilung.

Sebastian Hoeneß wollte vor dem Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga gar nicht zu viel über Erling Haaland sprechen. Der Topstürmer von Borussia Dortmund werde in der Besprechung "natürlich Erwähnung finden", sagte Hoffenheims Cheftrainer vor dem Duell mit dem BVB am Samstag (15.30 Uhr). "Wir werden es zusammen regeln müssen, das geht über eine Mannschaftsleistung. Wir müssen grundsätzlich versuchen, die Räume eng zu halten. Das heißt nicht, dass wir uns hinten rein stellen", fügte Hoeneß an.

Hoffenheim würde seinen derzeitigen Champions-League-Platz vier gerne verteidigen und muss dafür schnell den großen Pokalfrust hinter sich lassen. Das klare 1:4 unter der Woche gegen den SC Freiburg hat durchaus Spuren hinterlassen. "Das hat noch einen Tag gebraucht. Die Enttäuschung war riesengroß", resümierte Hoeneß nach dem ernüchternden Auftritt, den der Trainer mit Bezug auf Halbzeit eins "den schlechtesten der vergangenen Monate" nannte.

Den "Ausrutscher" vergessen machen

Nun kommt Dortmund - und nach Niederlagen gegen Union Berlin (1:2) und Freiburg soll zumindest der Abschluss der Englischen Woche vor der Länderspielpause gelingen. "Ich spüre da keinen Druck und meine das auch nicht, bei den Spielern zu sehen. Union war ein ordentliches Spiel, Freiburg war nicht gut", sagte Hoeneß. So etwas könne im Verlauf einer langen Saison aber mal passieren. "Wir müssen dafür sorgen, dass das ein Ausrutscher bleibt", kündigte der 39-Jährige an. 

Gegen die individuell starken Dortmunder könne es sogar sein, dass die beste Leistung nicht für Zählbares reiche. Auch der BVB hat nach dem enttäuschenden Pokal-Aus beim FC St. Pauli etwas gutzumachen. Offen ist, ob die im Pokalspiel verletzt ausgewechselten Christoph Baumgartner und Kevin Akpoguma für das Heimspiel vor quasi leeren Rängen zur Verfügung stehen.

Besonderes Augenmerk auf Haaland?

Raum bleibt, Che kommt

Abseits des Rasens hören die positiven Nachrichten im Kraichgau nicht auf. Nach Oliver Baumann, Ihlas Bebou, Kevin Vogt und Georginio Rutter hat nun auch Nationalspieler David Raum bei der TSG  verlängert. Der Linksverteidiger, der ohnehin bis 2025 gebunden war, soll nun bis 30. Juni 2026 bleiben. "Die Entwicklung alleine in dieser Saison ist enorm. Er ist ein ganz, ganz wichtiger Faktor. Schön, dass er weiter den Weg mit uns gehen möchte", sagte Hoeneß.

Auch der 23-Jährige, der ein ernster Kandidat für die WM 2022 in Katar ist, zeigte sich begeistert. "Der mutige und offensiv ausgerichtete Spielstil in Hoffenheim kommt mir und meinem Spiel total entgegen, sodass ich nicht lange überlegen musste hier zu verlängern", sagte Raum. Sportchef Alexander Rosen, der mit dem Deal auch für finanzielle Absicherung im Falle eines vorzeitigen Abgangs gesorgt haben dürfte, betonte: "David ist aktuell sicher einer der absoluten Shooting Stars des deutschen Fußballs. Er hat ein fast schon surreales Jahr hinter sich und in den vergangenen Monaten bei uns noch einmal eine starke Entwicklung genommen."

Nächster Hoffnungsträger?

Das soll auch ein Neuzugang schaffen: Justin Che. Die TSG sicherte sich am Freitag die Dienste des 18 Jahre alten Verteidigers. Der US-Amerikaner kommt vom FC Dallas aus der Major League-Soccer und ist bis Juni 2023 an die TSG ausgeliehen. Die Kraichgauer haben sich zudem eine Kaufoption gesichert, um Che langfristig binden zu können. "Justin ist ein sehr talentierter Spieler, der in der Defensive variabel eingesetzt werden kann", so Rosen. Che selbst hat eine Verbindung in die Region: Seine Großeltern sind in Mannheim zu Hause. Und die dürften auch das Spiel gegen den BVB verfolgen.

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