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Am Donnerstag (21:00 Uhr) trifft die TSG Hoffenheim im Europa-League-Hinspiel auf Molde FK aus Norwegen. Die Kraichgauer träumen derweil schon von größeren Namen im europäischen Fußball.

"Natürlich ist es schön, wenn man gegen große Klubs spielt - Gegner wie AS Rom, den FC Arsenal oder Benfica Lissabon hat. Man will sich immer mit den Besten messen", sagte Spielmacher Florian Grillitsch vor dem Auftakt in die K.o.-Phase der Europa League: "Aber wir nehmen es, wie es kommt. Und jetzt kommt Molde FK."

Spanien statt Norwegen

Der viermalige Meister aus Norwegen läuft beim Kraichgauer Fußball-Bundesligisten also nicht unbedingt unter der Rubrik "Wunschgegner". Doch immerhin bleibt der TSG beim Zwischenrunden-Hinspiel am Donnerstag der Kunstrasen in Norwegen und die vorhergesagten Temperaturen um den Gefrierpunkt erspart. Die Reise geht aufgrund des geltenden Einreiseverbots ins spanische Villarreal, wo es sich bei 16 Grad sicher angenehmer kicken lässt.

Abgesehen vom Sinn oder Unsinn der zahlreichen Spielort-Verlegungen im Europacup als Folge der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben die Hoffenheimer nur ein sportliches Ziel: Den Einzug in die nächste Runde. "In der Europa League weit zu kommen ist eine Riesenchance", äußerte Grillitsch: "Gegen Molde sind wir sicher klarer Favorit. Das wollen wir zeigen und auch ganz klar ins Achtelfinale kommen."

Personalnot im Team von Trainer Hoeneß - auch Kramaric fehlt

Ähnlich formulierte es der Trainer, der neben dem angeschlagenen Torjäger Andrej Kramaric auf neun weitere Profis verzichten muss. "Wir haben die Ambition, eine Runde weiter zu kommen. Aber wir dürfen den Gegner auf keinen Fall unterschätzen", sagte Sebastian Hoeneß am Mittwoch.

Beim Blick auf die bisherigen Leistungen in der Europa League wäre alles andere als der Achtelfinal-Einzug eine herbe Enttäuschung. Mit fünf Siegen aus sechs Partien, 16 Punkten und 17:2 Toren absolvierte der Klub von Mehrheitseigner Dietmar Hopp die zweitbeste Gruppenphase eines Bundesligisten. Der erstmalige Einzug der TSG in die K.o.-Runde eines Europacup-Wettbewerbs war nie gefährdet.

International top, national wenig befriedigend

Während international alles wie am Schnürchen lief, hinken die Hoffenheimer national den Erwartungen allerdings weit hinterher. Platz zwölf ist nicht das, was sich die Mannschaft von Sebastian Hoeneß vorgestellt hat - trotz der zahlreichen Probleme aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen. "In der Europa League haben wir es gut hinbekommen, aber in der Bundesliga war das zu wenig", sagte Grillitsch selbstkritisch.

Die Formschwankungen sollen dem Achtelfinal-Einzug im Rückspiel am Donnerstag kommender Woche dennoch nicht im Wege stehen. Schließlich wartet die TSG schon auf die größeren Kaliber.

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