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Er war der überragende Spieler der TSG Hoffenheim beim 2:1-Sieg gegen Leverkusen: In seinem erst dritten Bundesligaspiel lies Keeper Philipp Pentke die Leverkusener Offensive verzweifeln - bleibt aber bescheiden.

Mit seinen 34 Jahren erlebt Pentke gerade so etwas wie den zweiten Frühling seiner Karriere. Der Sachse aus Freiberg vertritt seit dem 18. Spieltag den verletzten Oliver Baumann (Meniskusverletzung).

Dabei ist der 34-Jährige der älteste Spieler, der je für die TSG Hoffenheim in der Bundesliga auf dem Rasen stand. Gegen Bayer 04 Leverkusen zeigte er eine herausragende Leistung. Vier Großchancen vereitelte der Schlussmann und hielt so den Sieg der TSG fest. Trotz seinen bisherigen starken Auftritten gibt er sich aber bescheiden und sieht sich nicht als ernsthaften Konkurrenten von Stammkeeper Oliver Baumann: "Ich bin die klare Nummer zwei. Wenn ich gebraucht werde, versuche ich der Mannschaft so gut wie möglich zu helfen".

Erfolgreiche Zeit beim SSV Jahn Regensburg

Seine bisher schönste Zeit hatte der Keeper beim SSV Jahn Regensburg. Im Sommer 2015 wechselte er vom Drittligisten Chemnitzer FC in die Regionalliga zum SSV. Bei seinem neuen Arbeitgeber war Pentke von Beginn an die klare Nummer eins. Mit ihm als sicheren Rückhalt im Tor und Heiko Herrlich als Trainer machten die Weiß-Roten 2018 den direkten Durchmarsch von der Regionalliga in die 2. Bundesliga perfekt.

Mehr Zeit für Familie

Obwohl es für den Publikumsliebling sportlich gut lief, wechselte er vor der Saison 2019/20 zur TSG Hoffenheim. Nach vier Jahren beim SSV wollte er sich "nochmal umorientieren". Einer der Hauptgründe für den Wechsel war aber seine Familie. Anfang 2018 wurde "Penne" Vater einer Tochter. Auch wenn "die Nächte kürzer werden" liebt er seine Vaterrolle: "Man hat einfach was Wunderbares vor sich. Und der schönste Moment ist, wenn man nach Hause kommt, die Türe aufmacht und sie kommt mit offenen Armen entgegen gerannt."

Am Mittwoch folgt das nächste Highlight

Am Mittwoch geht es für Pentke und die TSG nach München zur dritten Runde des DFB-Pokals. Im letzten Pokalspiel gegen den MSV Duisburg durfte der 34-Jährige bereits 90 Minuten auf dem Platz stehen. Auch wenn der FC Bayern gerade wieder in Topform ist, freut sich der Familienvater auf die Aufgabe und rechnet sich durchaus Chancen aus: "Ich denke es ist eine Aufgabe, auf die wir uns freuen sollten, weil wir haben schon mal in München gewonnen. Und haben bewiesen, wie es geht."

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