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Die TSG Hoffenheim stolpert aktuell von einer Verlegenheit in die andere. Erst das peinliche Aus im DFB-Pokal gegen Zweitligist SpVgg Greuther Fürth, nun das Debakel auf Schalke. Jetzt ist Trainer Sebastian Hoeneß gefordert.

Zahlen und Fakten lügen auch im Fußball nicht. Aktuell wirken sie in Hoffenheim geradezu Furcht einflößend: Die Pokalpleite gegen einen Zweitligisten, 30 Gegentore in 15 Bundesligaspielen. Fünf der letzten sechs Pflicht-Partien verloren. Macht unterm Strich Tabellenplatz 14. Inakzeptabel.

Abstiegsangst kriecht schleichend durch den Kraichgau

Längst machen sich in den sozialen Netzwerken die Fans der TSG ihrem Ärger, ihrer Wut und Enttäuschung Luft. Für viele besorgte Gemüter kriecht längst die Abstiegsangst schleichend durch den Kraichgau. Und nach der unsäglichen "Aufbauhilfe-Schalke" (0:4) mutierte die TSG sogar zur Lachnummer der Liga.

Intern wird wohl Tacheles gesprochen

Auch wenn die Verantwortlichen in Hoffenheim den Schulterschluss mit Sebastian Hoeneß üben, dem jungen Trainer in der Krise charaktervoll den Rücken stärken: Intern wird man in dieser Woche Tacheles reden. Reden müssen. Gerade auch mit Hoeneß, denn er trägt letztlich die Verantwortung für den Form-Abfall. Schwierige Umstände hin oder her. Viel zu konzeptlos, hilflos, schlampig - hinten wie vorne - präsentiert sich dieses hoch geschätzte Profi-Team nun schon seit geraumer Zeit.

Eine Mannschaft, nach zwei Spieltagen und dem furiosen 4:1 gegen die Bayern kurzzeitig sogar Tabellenführer, die in ihrer qualitativen Besetzung niemals in Richtung Tabellenkeller schlittern dürfte. Der Dauer-Hinweis auf die vielen Corona-Ausfälle und die lange Verletztenliste, der Einsatz zweier U19-Spieler auf Schalke, darf nicht länger als Entschuldigung dienen. Am Samstag saßen, bei aller Personalnot, mit Dabbur, Bruun Larsen , Adamyan, Adams und Brenet immerhin noch genügend gestandene Bundesligaspieler auf der Bank, die mit großen Hoffnungen und für Millionen-Summen in den Kraichgau geholt wurden.

In allen Mannschaftsteilen fehlerhaft

Wer beim Auftritt in Gelsenkirchen mit Grausen beobachtet hat, wie nachlässig die Angreifer um Andrej Kramaric ihre anfänglichen Chancen verschluderten, wie anfängerhaft sich Hoffenheims Defensive einmal mehr auseinander nehmen und von einem 19-jährigen Dreifach-Torschützen namens Matthew Hoppe vorführen ließ, dem muss für die kommenden Wochen tatsächlich Angst und Bange werden.

Dass man ein junges Trainer-Talent wie Sebastian Hoeneß, der im Sommer mit seiner sympathisch-ruhigen Art schnell zum sympathischen Gesicht Hoffenheims wurde, vom Verein aus nicht vorschnell in Frage stellt, mag richtig sein. Allerdings wird Hoeneß jetzt zügig Antworten finden und Ergebnisse liefern müssen. Denn die 0:4-Pleite von Schalke wird zunächst wie Klebstoff in den Klamotten hängen und sich nicht so einfach aus den Gedanken wischen lassen.

Und die nächsten Gegner kommen, wie zuletzt die Königsblauen, alle aus den ungemütlichen Tiefen der Tabelle: Arminia Bielefeld, Hertha BSC, 1.FC Köln. Der Januar könnte noch frostig werden im Kraichgau. Für alle Beteiligten.

Sinsheim

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