TSG-Trainer Sebastian Hoeneß (Foto: Imago, IMAGO / foto2press)

Fußball | Bundesliga

TSG-Trainer Hoeneß: "Haaland ist heiß auf Tore, wir müssen heißer verteidigen"

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Am Freitag reist die TSG Hoffenheim nach Dortmund. Von dort konnte sie zuletzt im Juni 2020 drei Punkte mitnehmen. BVB-Schreck Kramaric traf vier Mal und soll auch am Freitagabend die TSG-Offensive anführen.

Nach dem umkämpften 2:2 gegen Union Berlin spielen die Hoffenheimer vor 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauern am Freitagabend (20:30 Uhr) beim BVB. TSG-Trainer Sebastian Hoeneß rechnet gegen die Dortmunder mit wenig Ballbesitz für sein Team. Deshalb werde Hoffenheim "versuchen, die Angriffswellen der Dortmunder zu brechen und über zweite Bälle erfolgreiche Konter zu fahren", sagt Hoeneß.

Dafür zählt er auf die zuletzt starke linke Hoffenheimer Seite mit Neuzugang David Raum und dem Ex-Dortmunder Jacob Bruun Larsen. Der Däne erzielte in den vergangenen beiden Spielen je einen Treffer, entsprechend zufrieden ist der Trainer: "Er ist enorm schnell, sehr abschlussstark und hat eine gute Ballbehandlung. Er erfüllt seine Aufgaben gut und seine Aktionen haben Hand und Fuß."

Stürmer-Duell auf höchstem Niveau

Trotz anhaltenden Wechselgerüchten ist Andrej Kramaric in Dortmund mit dabei. Der Vertrag des Kroaten läuft aus, ein klares Bekenntnis zur TSG vermied er bisher. Seinen Stürmer sieht Hoeneß auf einem Niveau mit Erling Haaland: "Was sie eint, ist die herausragende Torgefahr."

"Kramaric kann aus unheimlich vielen Situationen heraus treffen: Mit rechts, links, per Kopf, nach Pässen in die Tiefe, Kombinationen, Flanken - da ist Haaland wahrscheinlich nicht ganz so flexibel."

Kramaric scheint zusätzlich immer mehr seine Qualitäten als Vorbereiter zu entdecken. In den zwei Spielen der laufenden Saison legte er schon vier Tore auf. "Ich bin mir sehr sicher, dass er noch lieber Tore selber macht", sagt Hoeneß. Treffer gegen den BVB scheinen Kramaric besonders zu gefallen. Beim 4:0-Sieg in Dortmund Ende Juni 2020 erzielte der Kroate alle Hoffenheimer Tore. Und: Unter den aktuellen Spielern der Bundesliga traf nur Robert Lewandowski häufiger gegen die Dortmunder.

Geht der BVB erneut gegen ein Team aus Baden baden?

Nach dem souveränen Auftakt gegen Eintracht Frankfurt zeigte der BVB bei der 1:2-Niederlage beim SC Freiburg Schwächen. Besonders das Dortmunder Flügelspiel funktionierte kaum. Das Team von Marco Rose schaffte zwar den Anschlusstreffer, doch eine leidenschaftliche Freiburger Defensive ließ kein weiteres Tor zu.

So ein Abwehrverhalten fordert Hoeneß auch von seiner Mannschaft: "Haaland ist heiß auf seine Tore. Dann müssen wir eben noch heißer auf das Verteidigen sein." Seit 2004 konnte Dortmund jedes Freitagabendspiel vor eigenem Publikum gewinnen. Den TSG-Trainer kümmert diese Bilanz wenig: "Freitagabend, Flutlichtspiel - was gibt's Schöneres?"

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