Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann hält dank starker Paraden den Sieg gegen den VfB Stuttgart fest.

Fußball | Bundesliga

"Wir sind gewachsen": TSG Hoffenheim legt Rekordstart in der Fremde hin

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Redakteur/in
dpa
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Nicole Schmitt

Effektivität und ein starker Torhüter haben der TSG Hoffenheim die nächsten drei Auswärtspunkte beschert. Vor dem Pokalspiel beim BVB reiht sich das Team von Coach Pellegrino Matarazzo in der Spitzengruppe ein.

Überschwänglich freute sich Oliver Baumann nicht. Er sei zwar "happy", sagte der Torhüter der TSG Hoffenheim nach dem 3:2 beim VfB Stuttgart. Selbstkritisch merkte er aber an, dass der Sieg glücklich zustande gekommen sei. "Ich sehe auch die Dinge, die nicht optimal liefen. Wir haben den VfB viel zu nah an die Box kommen und sie viel zu oft das Spiel verlagern lassen. Das wird dann extrem gefährlich", sagte er.

Baumann hält den Elfmeter von Undav

Baumann war beim Sieg im baden-württembergischen Duell aus TSG-Sicht die Schlüsselfigur. Den Elfmeter von Deniz Undav lenkte er an den Pfosten und in vielen weiteren Duellen mit den VfB-Schützen behielt der Routinier ebenfalls die Oberhand - besonders in der Schlussphase. So rettete er den Rekordstart der Hoffenheimer in der Fremde. Nur zwei andere Mannschaften haben es in der Historie der Fußball-Bundesliga bisher geschafft, auswärts mit fünf Siegen nacheinander zu starten. Die anderen beiden Teams waren Bayern München in der Saison 2012/13 und Borussia Dortmund zwei Jahre zuvor - am Ende wurden sowohl die Bayern als auch der BVB Meister.

"Auswärts zu bestehen, das ist nicht einfach. Da braucht man eine gewisse Größe, um dagegenzuhalten, und Cleverness. Wir sind gewachsen, das zeigen wir."

DFB-Pokal: Hoffenheim muss in Dortmund ran

Umso besser, dass die Hoffenheimer am Mittwoch im DFB-Pokal erneut auswärts antreten. Allerdings wartet mit dem deutschen Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer Dortmund eine große Herausforderung. "Unabhängig vom Gegner wollen wir eine Runde weiterkommen", sagte Trainer Pellegrino Matarazzo.

Grillitsch und Kaderabek müssen gegen VfB verletzt runter

Das Erfolgserlebnis bei seinem Ex-Club, bei dem Matarazzo von 2020 bis 2022 an der Seitenlinie stand, hatte für die TSG aber einen bitteren Beigeschmack. Florian Grillitsch musste nach etwas mehr als einer halben Stunde verletzungsbedingt vom Feld, für Pavel Kaderabek endete der Arbeitstag acht Minuten nach dem Seitenwechsel. "Bei Pavel ist es das Sprunggelenk und bei Florian der Muskel", sagte Matarazzo. Ein Sprecher des Clubs erklärte, dass es bei beiden Spielern noch keine Diagnosen gebe.

Aber auch ohne das Duo rettete die TSG nach den Treffern von Grischa Prömel (5. Minute), Wout Weghorst (21./Elfmeter) und Robert Skov (66.) den knappen Vorsprung über die Zeit. "Wir haben es oft erst im allerletzten Moment gut verteidigt", sagte der Schlussmann. "Natürlich haben wir super Konter gefahren und alle haben gekämpft, das war alles top. Trotzdem hatten wir viel zu wenig Ballbesitz. Wir müssen den Ball bei uns behalten, sonst raubt das zu viel Energie."

Das Spiel in Stuttgart hat Körner gekostet. Spiele gegen Top-Gegner wie Dortmund setzen aber normalerweise Kräfte frei und auswärts ist die TSG in dieser Saison bislang ja ohnehin eine Macht.

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