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Am Samstag um 15:30 Uhr empfängt die TSG Hoffenheim den VfL Wolfsburg. Dann gibt auch Torhüter Oliver Baumann sein Comeback.

Es war der 8. Januar. Aus dem Trainingslager der TSG Hoffenheim in Marbella flatterte eine fast unglaubliche Meldung auf den Redaktionstisch: Oliver Baumann musste vorzeitig abreisen. Meniskusschaden im linken Knie. Operation, Ausfallzeit vier bis sechs Wochen.

Baumann fehlt so gut wie nie

Ausgerechnet Oliver Baumann, Hoffenheims Dauerbrenner, der nie Verletzte, der Unverzichtbare. Der Mann, der eigentlich nie fehlte, der in fünfeinhalb Jahren seit dem Wechsel aus Freiburg nur zwei Bundesliga-Spiele verpasst hatte.

Einmal geschont, einmal gewährte er Ex-Vertreter Jens Grahl ein Abschiedsspiel. Niemand in der ganzen Bundesliga machte im letzten Jahrzehnt mehr Spiele als Baumann!

Philipp Pentke - eine hervorragende "Notlösung"

Die Not war groß, doch die Lösung hieß Philipp Pentke. Der fast 35-jährige Bundesliga-Novize, letzen Sommer aus Regensburg geholt, vertrat Baumann in vier Bundesligaspielen und im Pokal beim FC Bayern ganz hervorragend, wehrte starke 80 Prozent aller Schüsse ab.

"Philipp hat das super gemacht", bestätigt TSG-Trainer Alfred Schreuder gegenüber SWR Sport dem Baumann-Vertreter tadellose Auftritte, "aber Oli macht es schon seit Jahren super".

Schreuder hat Verständnis für Pentke

Und deshalb, so Schreuder, steht am Samstag gegen Wolfsburg "Oli im Tor. Er ist so lange die Nummer eins, es gibt keinen Grund zum Wechseln". Beziehungsweise zum Rollentausch. "Natürlich will Philipp auch gerne spielen, aber er kennt seine Rolle bei uns".

Hoffenheims Coach zögerte keine Sekunde, als er seine Entscheidung bekanntgab: "Oli hat eine sehr gute Reha absolviert, sehr fleißig und sehr professionell". Seit vergangener Woche trainiert der 29-Jährige wieder mit dem Team.

Baumann ist top fit und bereit für sein Comeback, für sein 186. Bundesligaspiel für die Hoffenheimer. Nur Andi Beck (216) und Sebastian Rudy (215) standen häufiger im TSG-Team.

Die Entscheidung pro Baumann ergibt Sinn

Alfred Schreuders "Go" für Oliver Baumann, Vize-Kapitän und Führungsfigur in Hoffenheim, ist logisch und absolut nachvollziehbar. Schade aber auch für Oldie Pentke, dem man das eine oder andere Spiel mehr gegönnt hätte.

"Er hat die Rolle gut ausgefüllt", lobt Alfred Schreuder, "und hat der Mannschaft Sicherheit gegeben". Aber, so der TSG-Trainer, "zwei Torhüter kann ich leider nicht aufstellen…"

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