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Die TSG Hoffenheim hat ihren Aufwärtstrend auch bei Hertha BSC fortgesetzt und mit 3:2 gewonnen. Das Team von Trainer Alfred Schreuder musste jedoch lange zittern.

Die TSG Hoffenheim hat ihre kleine Siegesserie ausgebaut und den Anschluss an die Topteams der Fußball-Bundesliga hergestellt. Das Team von Trainer Alfred Schreuder sicherte sich mit dem 3:2 (2:0) im Auswärtsspiel bei Hertha BSC den dritten Sieg in Folge und zog in der Tabelle an den Berlinern vorbei. Jürgen Locadia (37.), Klub-Rekordtorschütze Andrej Kramaric (38.) und Benjamin Hübner (79.) erzielten die Treffer für die Kraichgauer. Für Hertha hatten Rekord-Transfer Dodi Lukebakio (54.) mit einem sehenswerten Fallrückzieher und der eingewechselte Stürmer Salomon Kalou (69.) zwischenzeitlich auf 2:2 ausgeglichen. Vladimir Darida sah in der Schlussphase (84.) noch die Gelb-Rote Karte.

Bei Hoffenheim kehrte der zuletzt angeschlagene Florian Grillitsch im defensiven Mittelfeld zurück, dafür rückte Kapitän Kevin Vogt wieder auf seine Stammposition in der Innenverteidigung zurück. Hertha-Trainer Ante Covic musste kurzfristig auf Verteidiger Maximilian Mittelstädt (Ellenbogenverletzung) verzichten. Im Angriff gab er diesmal Lukebakio gegenüber Javairo Dilrosun den Vorzug. Die Herthaner erwischten vor 44.499 Zuschauern den deutlich besseren Start und hatte anfangs auch die klareren Chancen.

Locadia schießt Hoffenheim in Führung

In der 6. Minute verpasste Marius Wolf im Fünfmeterraum um eine Fußbreite, eine Minute stocherte Vedad Ibisevic den Ball an den Pfosten. Erst nach einer halben Stunde wachten die Gäste auf und wurden immer gefährlicher. Die 1:0-Führung durch Locadia, der schon drei Minuten zuvor aus kurzer Distanz hätte treffen müssen, war deshalb nicht unverdient.

Die Berliner wirkten danach deutlich angezählt und kassierten folgerichtig das schnelle 0:2 durch Kramaric, der nach einer Ecke völlig freistehend einköpfen konnte. Die Berliner hatten kurz vor dem Halbzeitpfiff Pech, als Marko Grujic nach einem Fernschuss erneut nur an den Pfosten traf. Hertha-Trainer Covic reagierte auf den Rückstand und brachte zur zweiten Halbzeit für Defensivspieler Grujic den offensiveren Ondrej Duda.

Hübner erlöst Hoffenheim

Diese Rechnung ging zunächst auf, das Traumtor von Lukebakio gab den Hausherren spürbar Rückenwind. Es fehlte den Berlinern jedoch zunächst an Zielstrebigkeit und kreativen Ideen, um den Abwehrriegel der Hoffenheimer zu knacken. Die Gäste zogen sich immer stärker zurück, um vor allem über den eingewechselten Ihlas Bebou zu kontern. Diese defensive Taktik wurde mit dem Ausgleichstreffer durch Kalou bestraft. "Da waren wir einfach zu schläfrig", ärgerte sich Hoffenheims Sebastian Rudy, "aber nach dem 2:2 waren wir wieder war. Da wussten wir, wir müssen wieder einen Gang zulegen." Hoffenheim legte einen Gang zu und kam nach einer Ecke doch noch zum 3:2.

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