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Die TSG 1899 Hoffenheim kam bei Borussia Mönchengladbach in der Nachspielzeit zu einem 1:1.

Lucas Ribeiro (90.+2) traf für die Hoffenheimer zum späten Ausgleich, zuvor hatte Matthias Ginter (11.) die Fohlen in Führung gebracht. Gladbach-Torjäger Alassane Plea (74.) vergab zudem noch einen Handelfmeter nach Videobeweis. Die Hoffenheimer holten nach zuletzt zwei Niederlagen einen wichtigen Zähler im Kampf um die internationalen Startplätze.

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Für die Rose-Elf, die im Gegensatz zum 4:1 bei Fortuna Düsseldorf wieder mit einer Viererkette spielte und im Sturmzentrum nach einer Sperre auf Plea vertrauen durfte, lief früh alles nach Plan. Gladbach übernahm die Kontrolle und ging dank Ginter verdient in Führung.

Die Mannschaft von Trainer Alfred Schreuder zeigte sich bemüht, gestaltete eine ausgeglichene Partie, doch gefährliche Chancen blieben Mangelware. Kurz vor dem Pausenpfiff erlebte Ginter fast ein Deja-vu. Der 26-Jährige kam erneut nach einem Eckball unverhofft an den Ball, den Drehschuss aus sechs Metern konnte Baumann diesmal aber parieren.

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Hopp erneut im Fokus

Negativer Höhepunkt waren Schmähplakate Gladbacher Fans kurz nach der Pause gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp, die sogar zu einer Spielunterbrechung durch Schiedsrichter Felix Brych führten. Eine Reaktion auf das Urteil des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), das Borussia Dortmund wegen Beleidigungen von Hopp zum Fan-Ausschluss bei den kommenden beiden Spielen in Hoffenheim verurteilt hatte. Nachdem Ordner intervenierten, verschwand das Plakat ebenso wie eines mit einem Hopp-Gesicht im Fadenkreuz. Gladbachs Manager Max Eberl und Kapitän Lars Stindl gingen in die Kurve, um auf die Fans einzureden. 

Sportlich startete die TSG etwas besser in Durchgang zwei, Steven Zuber (46.) zwang Yann Sommer im Borussia-Tor zu einer Parade. Dann hatten Florian Neuhaus (54.), Plea (54.) und Marcus Thuram (61.) beste Chancen auf das 2:0, Baumann war oft ein Unsicherheitsfaktor für die Kraichgauer.

Eine Viertelstunde vor Schluss hielt Baumann sein Team aber im Spiel. Schiedsrichter Felix Brych (München) entschied nach Studium der Videobilder auf ein Handspiel von Benjamin Hübner knapp innerhalb der Strafraumgrenze, Plea scheiterte aber mit seinem Strafstoß an Baumann. Pleas Treffer zum 2:0 (83.) wurde nach Videobeweis wegen eines vorausgehenden Handspiels von Oscar Wendt nicht gegeben.

Dabbur fällt verletzt aus

Die Partie wirft neben dem Transparent-Eklat noch einen düsteren Schatten für die Hoffenheimer: Die Kraichgauer müssen vorerst auf ihren Offensivmann Munas Dabbur verzichten. Der Verein teilte am Sonntag mit, dass sich der 27-Jährige im Spiel gegen Mönchengladbach einen Riss der Bizepssehne im Knie zuzog. Über die genaue Ausfallzeit machten die Hoffenheimer keine Angabe.

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