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In der Europa League ist die TSG Hoffenheim derzeit kaum zu stoppen. Doch beim deutlichen Sieg gegen Slovan Liberec trafen die Kraichgauer auf wenig Gegenwehr.

Die TSG Hoffenheim ist in der Europa League weiterhin auf Zwischenrunden-Kurs. Die Kraichgauer gewannen am Donnerstagabend souverän mit 5:0 gegen Slovan Liberec. Munas Dabbur (22. & 29.), Florian Grillitsch (59.) und Sargis Adamyan (71. & 76.) schossen die Tore für die Kraichgauer, die nun neun Punkte aus drei Spielen haben und langsam für die Zwischenrunde planen können.

Allerdings konnten die Tschechen nur vier Europa-Pokal-erfahrene Spieler aufbieten. Denn Trainer Pavel Hoftych musste Corona-bedingt auf 15 Spieler verzichten. Entsprechend zurückhaltend begann Liberec den "Debütanten-Ball". So hatte die Hoffenheimer Defensive während der kompletten 90 Minuten wenig Arbeit und Dabbur, Grillitsch, und Robert Skov konnten im Angriff wirbeln.

"Ich denke, dass wir heute eine sehr, sehr gute Leistung gezeigt haben", sagte Hoffenheims Mittelfeldspieler Sebastian Rudy, "jeder war gierig. Deswegen ging das auch heute in der Höhe aus." Trainer Sebastian Hoeneß war mit dem zielstrebigen Auftritt seiner Mannschaft zufrieden: "Heute hatten wir einen Gegner auf der anderen Seite, der ganz schön geschwächt war. Ich glaube, dass wir sehr seriös und klar das Spiel bestritten haben von der ersten bis zur letzten Minute. Das fand ich schon gut, das hat mir gefallen."

Hoffenheim noch immer ohne Kramaric

Die Hoffenheimer mussten im sechsten Pflichtspiel hintereinander ohne Torjäger Andrej Kramaric, Kasim Adams und Pavel Kaderabek antreten, die nach ihrer Quarantäne behutsam aufgebaut werden sollen. In der von zahlreichen Ausfällen gebeutelten Defensive setzte Hoeneß auf den 18-jährigen Niederländer Melyro Bogarde neben Routinier Kevin Vogt.

Dabbur gelang nach einer Einzelaktion das 1:0. Bei einem scharfen Freistoß von Robert Skov war der Israeli dann noch am Ball und erhöhte auf 2:0. Drei Tage nach dem 1:3 gegen Union Berlin im Liga-Alltag hatten die Hoffenheimer leichtes Spiel, auch wenn sie zu wenig aus ihrer Überlegenheit machten und die Tschechen sich tapfer wehrten.

Der eine Halbzeit lang geschonte Grillitsch erzielte mit einem Fernschuss das 3:0 und düpierte den 19-jährigen Keeper Lukas Hasalik, eigentlich die Nummer drei im Tor von Liberec. Joker Adamyan durfte sich dann noch über zwei Tore freuen. Die Kraichgauer bauten damit ihre Tabellenführung aus und peilen weiter die erste K.o.-Runde an. Die nächste Herausforderung steht für Hoffenheim am 26. November in Liberec an.

Ein Zeichen gegen Rassismus

Nach rassistischen Beleidigungen im Anschluss an das Spiel gegen Union Berlin im Netz gegen ihren neuen Teamkollegen Ryan Sessegnon reckten die Hoffenheimer während des Spiels statt zu jubeln die Fäuste in die Höhe und wollten somit ein klares Zeichen gegen Rassismus setzen.

My guys❤️✊🏿✊🏽✊🏻 Solidarity!! #NoToRacism @tsghoffenheim https://t.co/fZ9gQnJRFG

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