Andrej Kramaric (hier jubelnd mit mit Christoph Baumgartner) hat die TSG Hoffenheim zum Sieg gegen Mainz 05 geschossen. (Foto: IMAGO, IMAGO / Jan Huebner)

Fußball | Bundesliga

Hoffenheim mit überlegenem Sieg gegen Mainz 05

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In einer überlegen geführten Partie hat die TSG Hoffenheim gegen Mainz 05 gewonnen. Knackpunkte aus Mainzer Sicht: die bittere Burkardt-Verletzung und ein Platzverweis.

Andrej Kramaric (52. Minute), Grischa Prömel (69.), Munas Dabbur (80.) und Pavel Kaderabek (90. + 3) erzielten die Tore beim 4:1-Sieg der TSG Hoffenheim gegen Mainz 05. Dominik Kohr konnte in der Schlussphase nur noch den Mainzer Ehrentreffer erzielen. Es war ein verdienter Sieg, denn nach einer starken Anfangsviertelstunde verlor Mainz 05 den Faden und später auch noch Innenverteidiger Alexander Hack.

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Mainz 05, mit Angelo Fulgini anstelle von Jae-Sung Lee in der Startelf, begann mit hohem Pressing und großer Lauffreude ins Spiel und versuchte, die TSG Hoffenheim zu Fehlern zu zwingen. Das gelang: Der Däne Robert Skov, der für Angelino in die Startelf rückte, wollte Mainz-05-Stürmer Karim Onisiwo an der Ballannahme hindern, klärte den Ball jedoch genau vor die Füße von Jonathan Burkardt. Dessen Schuss war jedoch zu unplatziert, so dass Hoffenheim-Keeper Oliver Baumann damit keine Probleme hatte (4.). Nur zwei Minuten später hatte Burkardt die nächste Chance, vergab jedoch erneut. Wenig später war das Spiel für den 22-jährigen Angreifer jedoch beendet. Nach einem Foul von Kevin Akpoguma humpelte Burkardt vom Feld und wurde durch den Niederländer Delano Burgzorg ersetzt (15.).

Hoffenheim übernimmt die Initiative

Plötzlich verlor Mainz ein wenig die Linie und ließ Hoffenheim ins Spiel kommen. Die Kraichgauer hatten plötzlich mehr Ballbesitz und kamen zu ersten Chancen. Skovs scharfe Hereingabe war einen Tick zu weit für den heranstürmenden Grischa Prömel (19.). Kurze Zeit später versuchte Andrej Kramaric, den Ball nach einer Flanke von Georginio Rutter völlig freistehend am langen Pfosten etwas zu umständlich mit dem Fuß zu verarbeiten. Mit dem Kopf wäre sicherlich mehr drin gewesen (25.). Die beste Hoffenheimer Chance vergab Christoph Baumgartner, der den Ball nach einer hervorragend getimten Skov-Flanke über das Mainzer Tor köpfte.

Vor der Pause schwächte Mainz 05 sich dann auch noch selbst: Verteidiger Alexander Hack riss Rutter als letzter Mann um, Schiedsrichter Daniel Schlager entschied sofort auf Rot. Der anschließende Videobeweis ergab, dass das Foul auch noch innerhalb des Strafraums war, folgerichtig gab es Elfmeter. Die Doppelbestrafung war an dieser Stelle korrekt, da Hacks Angriff gegen Rutter lediglich dem Mann galt und er keine Chance hatte, den Ball zu spielen. Glück für Mainz: Kramaric vergab den anschließenden Elfmeter (44.). Da auch Skovs Schuss aus spitzen Winkel in der Nachspielzeit zu zentral war, um Mainz-05-Keeper Robin Zentner zu überwinden, ging es mit 0:0 in die Pause.

Kramaric schießt Hoffenheim in Führung

Nach der Pause das gleiche Bild: Hoffenheim spielte, Mainz reagierte. Doch Baumgartners Kopfball wenige Sekunden nach Wiederanpfiff war wieder zu zentral (46.). Sehr zentral war auch Kramarics Schuss zum 1:0 für Hoffenheim. Allerdings war Robin Zentner nach Rutters feinem Dribbling und dessen gefühlvoller Flanke bereits geschlagen. Kramaric vollendete am langen Pfosten mit einem sehenswerten Seitfallzieher (52.).

Hoffenheim drängte auf das zweite Tor und wurde von Grischa Prömel belohnt. Nach einer tollen Ablage von Baumgartner im Mainzer Strafraum hatte der Österreicher viel Platz und schob zum 2:0 ein. Bitter für Mainz: Wenige Sekunden zuvor vergab Karin Onisiwo die vielversprechende Doppelchance zum Ausgleich. Wenig später erhöhte der Israeli Munas Dabbur mit einem sehenswerten Hackentor auf 3:0 für Hoffenheim (80.). Der Mainzer Dominik Kohr konnte mit seinem platzierten Schuss ins linke untere Ecke nur noch Ergebnis-Kosmetik betreiben. Denn Pavel Kaderabek erzielte in der Nachspielzeit den Treffer zum 4:1-Endstand.

Hoffenheim auf einem Champions-League-Platz

Die TSG Hoffenheim steht mit nun zwölf Punkten auf Platz zwei. Mainz 05 rutscht mit zehn Punkten auf Platz sechs ab. Die Kraichgauer bekommen es kommende Woche Sonntag (18.09., 19:30 Uhr) mit dem SC Freiburg zu tun. Mainz 05 muss bereits am Freitag (16.09., 20:30 Uhr) gegen Hertha BSC antreten.

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SWR

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