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Die TSG Hoffenheim hat am 23. Spieltag der Bundesliga bei Union Berlin 1:1 (1:1) gespielt. Dabei profitierte die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß drei Tage dem Ausscheiden aus der Europa League gegen Molde FK von einem Eigentor der Gastgeber.

Hoffenheim gleich per Eigentor aus

Die TSG 1899 Hoffenheim holte nach dem Europapokal-Frust unter der Woche ein Remis beim 1. FC Union. Den siebten Saisontreffer des Berliners Max Kruse (9. Minute) mit einem verwandelten Elfmeter glichen die Kraichgauer mit Hilfe der Berliner aus, Nico Schlotterbeck traf ins eigene Netz (29.). Nach dem 23. Spieltag steht Union in der Tabelle mit 34 Punkten auf Platz sieben. Hoffenheim ist mit 27 Punkten Elfter.

TSG-Trainer Hoeneß zeigte sich nach dem Spiel auf der Pressekonferenz sehr zufrieden mit der Reaktion, die seine Mannschaft nach der Enttäuschung in der Europa League gezeigt hatte. "Ich habe eine starke Teamleistung gesehen", sagte Hoeneß.

Kruse kehrt bei Union zurück

Nachdem Kruse am vergangenen Wochenende beim 1:0-Sieg der Eisernen in Freiburg zwar in den Kader, aber noch nicht auf den Rasen zurückgekehrt war, durfte er dieses Mal beginnen. "Er hat sehr gut trainiert. Er hat lange gearbeitet, um zurückzukommen", begründete Trainer Urs Fischer den Einsatz seines prominenten Profis 86 Tage nach dem erlittenen Muskelbündelriss im Derby gegen Hertha BSC. Und der Ex-Nationalspieler übernahm gleich Verantwortung, es war schon seine zwölfte Torbeteiligung in dieser Saison. Union zeigte erneut die schon bekannte Starter-Qualität: TSG-Abwehrchef Florian Grillitsch holte unbeholfen den durchbrechenden Union-Kapitän Christopher Trimmel von den Beinen - Kruse wuchtete den fälligen Elfmeter in den rechten oberen Torwinkel. Nur einmal bei seinen 19 Schüssen vom Punkt war der 32-Jährige überhaupt gescheitert. Für Union war es schon der neunte Treffer in der ersten Viertelstunde in dieser Saison.

Karius klärt gegen Grillitsch

Doch nicht die Gastgeber, sondern die ohnehin nach dem Europa-League-Aus wütenden Gäste fühlten sich durch Kruses Treffer nochmals mehr angestachelt. Mit hohem Tempo liefen die Hoffenheimer, denen weiterhin eine ganze Reihe von Spielern fehlten, immer wieder auf das Berliner Tor zu. Innerhalb einer Minute hatte die TSG gleich drei große Ausgleichschancen: Erst klärte Union-Verteidiger Marvin Friedrich nach einem Heber von Ihlas Bebou noch von der Torlinie, dann entschärfte Torwart Loris Karius einen Weitschuss von Grillitsch, und Christoph Baumgartner zielte aus bester Position vorbei.

"Ich denke, wir können zufrieden sein, wie wir heute hier aufgetreten sind, welchen Fußball wir gezeigt haben", sagte TSG-Akteur Sebastian Rudy nach dem Abpfiff, der ein gerechtes Remis miterlebt hatte, auch wenn sich das Team einen Sieg vorgenommen hatte. "Wir haben mehr gewollt, können aber mit dem Punkt gut leben."

Nachdem Liverpool-Leihgabe Karius, der bei Union erneut für den noch angeschlagenen Stammkeeper Andreas Luthe im Tor stand, nochmals gegen Bebou klärte, fiel das 1:1 doch. Der in die Startelf zurückgekehrte Andrej Kramaric brachte in seinem 150. Bundesligaspiel den Ball scharf vor das Union-Tor, im Luftduell mit Bebou kam Karius noch heran. Doch von der Schulter von Schlotterbeck sprang die Kugel in den Kasten.

Treffer von Kaderabek wird annuliert

Nach der Pause kamen die Gastgeber zwar zu ein paar mehr Offensivaktionen, Hoffenheim aber behielt über weite Strecken die Initiative. Größere Tormöglichkeiten erarbeiteten sich beide Teams lange nicht mehr, die Defensivreihen agierten diszipliniert und entschlossen. Bebou schoss am langen Eck vorbei (75.). Kruse fehlten nach der langen Pause natürlich noch die nötige Spitzigkeit und Sicherheit, um das Berliner Spiel entscheidend zu beleben.

Nach 74 Minuten war sein Auftritt vorbei. Zumindest aber hielt Unions positive Heimserie, denn Friedrich klärte nochmal auf der Torlinie (80.). Und beim Tor von Pavel Kaderabek hatte es zuvor eine Abseitsposition (82.) gegeben. Seit nunmehr schon elf Heimspielen sind die Berliner An der Alten Försterei ungeschlagen.

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