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Die TSG Hoffenheim feierte mit dem 3:0 bei Hertha BSC den ersten Sieg im Jahr 2021. Die Erleichterung war danach riesengroß, denn die Kraichgauer vergrößerten den Vorsprung auf die Abstiegsränge. Trainer Sebastian Hoeneß kann nun vorerst ruhiger weiterarbeiten.

Sebastian Hoeneß war einfach nur "sehr glücklich" an diesem verregneten und kalten Abend im Berliner Olympiastadion. Der 3:0 (1:0)-Sieg bei Hertha BSC könnte der Befreiungsschlag für die TSG Hoffenheim nach ungemein schwierigen Monaten gewesen sein. Bereits am Sonntag (18 Uhr) wollen die Kraichgauer in der Bundesliga gegen den 1. FC Köln nachlegen.

"Die Erleichterung ist natürlich sehr groß"

"Ich bin mir sehr sicher, dass wir in der Rückrunde besser abschneiden werden", sagte Offensivspieler Christoph Baumgartner. Der erste Dreier 2021 verschafft dem unter Druck geratenen Hoeneß wieder Luft. "Die Erleichterung ist natürlich sehr groß. Wir freuen uns riesig über den Sieg", sagte Torhüter Oliver Baumann, der in der elften Minute einen Strafstoß von Hertha-Stürmer Krzysztof Piatek pariert hatte.

Oliver Baumann - der Elfmeter-Experte

Der Kapitän unterstrich damit seinen Ruf als Elfmeter-Experte: Seit Saisonstart 2011/12 hat in der Bundesliga nur der Ex-Leverkusener Bernd Leno mehr Elfmeter (9) gehalten als Baumann (8).

Rudy: "Haben uns belohnt"

Nationalspieler Sebastian Rudy mit seinem ersten Saisontor (33. Minute) sowie zwei Treffer von Andrej Kramaric (68./88.) sorgten für einen versöhnlichen Hinrunden-Abschluss der TSG. "Wir sind heute belohnt worden nach der harten Arbeit in den vergangenen Wochen", sagte der erleichterte Rudy.

Hoeneß bemängelt erste Halbzeit

Dass die Gäste dabei den Berlinern zunächst oft hinterher rannten, spielte am Ende keine Rolle mehr. "Ich denke, dass wir heute, das kam nicht so oft vor in der Saison, einen für uns günstigen Spielverlauf hatten", räumte der 38-jährige Hoeneß ein: "Alles in allem müssen wir klar sagen, dass wir in der ersten Halbzeit mit Ball kein gutes Spiel gemacht haben."

Viele Coronafälle im Herbst

Alexander Rosen verspürte "große Freude ja, aber keine Euphorie". Der Sportchef hatte Hoeneß vergangenen Sommer geholt und ihm auch zuletzt den Rücken gestärkt. Aus dem 41-Jährigen brach so einiges heraus nach diesem so wichtigen Erfolg. "Ich glaube, der eine oder andere unterschätzt nach wie vor, was mit dieser Mannschaft und diesem Klub im November passiert ist." Rosen verwies nochmal auf die zahlreichen Corona-Fälle, darauf, dass zehn Spieler lange in Quarantäne waren und was für Folgen dies hatte - "wir hatten sehr damit zu kämpfen".

Der Verein führt teilweise auch die bis heute andauernde Verletztenmisere darauf zurück. So war ein Stammspieler wie Pavel Kaderabek wegen eines positiven Coronatests in seiner Familie in Quarantäne, kämpfte danach mit muskulären Problemen und ist bis heute nicht aufs Spielfeld zurückgekehrt. "Wir hatten sehr damit zu kämpfen", sagte Rosen und lobte das Durchhaltevermögen seines Kaders: "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, dass wir das hier immer weiter durchziehen."

Kevin Vogt fällt vorerst aus

In der Abwehr, wo Benjamin Hübner, Ermin Bicakcic und Konstantinos Stafylidis seit Monaten fehlen, haben die Hoffenheimer aber nun einen weiteren Ausfall: Kevin Vogt, schon mit einer Manschette wegen einer Daumenverletzung aufgelaufen, musste mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Rasen und ins Krankenhaus. Nach Angaben von Hoeneß hat er sich die Schulter ausgekugelt.

Doch auch von diesem Rückschlag will sich die TSG nicht unterkriegen lassen. "Das zweite Spiel zu Null (zuvor 0:0 gegen Bielefeld, Anm. d. Red.). Darauf bauen wir auf. Die Punkte tun uns gut und auch für den Kopf ist es einfach gut ein Erfolgserlebnis zu haben und daran werden wir uns jetzt hochziehen", betonte der Chefcoach, der lange für Hertha BSC II spielte und in Berlin lebte.

Mit nun 19 Punkten aus 17 Spielen liegt die TSG Hoffenheim vorerst im unteren Tabellen-Mittelfeld - ein halbwegs versöhnlicher Hinrundenausklang.

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