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Der Höhenflug des SC Freiburg hält an: Am 14. Spieltag setzten sich die Breisgauer mit 3:1 (3:0) bei der TSG Hoffenheim durch - der vierte Bundesliga-Sieg in Serie für die Mannschaft von Trainer Christian Streich. Die TSG muss sich indes vorerst nach unten orientieren.

Der SC Freiburg hat seine Siegesserie auch zu Beginn des neuen Jahres fortgesetzt. Die Breisgauer gewannen 3:1 (3:0) im badischen Duell bei der TSG Hoffenheim und holten damit den vierten Dreier in Folge. Eine solche Erfolgsserie hat der SC bisher nur einmal im Jahr 2001 geschafft.

Günter: "Hatten einen 'Hallo-Wach'-Effekt"

"Das Mainz-Spiel (1:3, Anm. der Redaktion) hat uns einen 'Hallo-Wach'-Effekt gegeben. Seitdem treten wir anders auf und sind eine sehr schwer zu bespielende Mannschaft", analysierte Freiburgs Linksverteidiger Christian Günter nach der Partie die Gründe für den Erfolg und die Serie: "Klar ist aber auch, dass die erste Halbzeit von uns herausragend war."

Grifo: "Sind eine geile Truppe"

Auch Günters Teamkollege Vincenzo Grifo war hochzufrieden: "Es gibt viele Komponenten. Natürlich, über unseren Coach brauchen wir nicht viele Worte zu sagen, weil er uns immer pushen kann. Unser Teamspirit, wir sind einfach echt eine geile Truppe. Wir halten zusammen, fighten, machen und tun. Jeder für den anderen. Da ist sich keiner zu schade, mal einen Meter mehr zu machen. Das ist das, was uns ausmacht im Moment."

Baumann: "Freiburg hat uns überrannt"

Hoffenheims Keeper Oliver Baumann, ein Ex-Freiburger, kritisierte die naive Spielweise seiner Mannschaft. "Wir hatten es uns anders vorgenommen. Es sind die Basics, die fehlen. Da hat uns Freiburg einfach überrannt in der ersten Halbzeit", so der TSG-Keeper.

Der Franzose Baptiste Santamaria mit seinem ersten Bundesligator (7. Minute) und der frühere Hoffenheimer Vincenzo Grifo per Handelfmeter (34.) trafen für die Freiburger, die seit sechs Partien ungeschlagen sind. Zudem unterlief TSG-Verteidiger Kasim Adams ein Eigentor (42.). Ins richtige Tor traf für Hoffenheim Ihlas Bebou (58.).

Freiburg von Beginn an hellwach

Beim Geisterspiel in Sinsheim waren die Freiburger gleich zu Beginn hellwach. Die Führung durch Santamaria nach Vorarbeit von Kapitän Christian Günter und Stürmer Ermedin Demirovic fiel nicht überraschend.

Rudy und Akpoguma müssen früh raus

Bitter für die TSG war nicht nur das Gegentor, sondern auch die Verletzung von Sebastian Rudy in dieser Szene. Der Mittelfeldspieler blieb im Rasen hängen und verdrehte sich in seinem 300. Bundesliga-Spiel das Knie. Für Rudy kam Melayro Bogarde in die Partie. Das Pech blieb den Kraichgauern auch in der Folge treu. Nur wenige Minuten nach Rudy musste auch Verteidiger Kevin Akpoguma verletzt raus, für ihn brachte Trainer Sebastian Hoeneß in der 17. Minute den Dänen Robert Skov.

Die Hoffenheimer, bei denen ohnehin schon Florian Grillitsch, Dennis Geiger, Pavel Kaderabek, Havard Nordtveit, Benjamin Hübner, Ermin Bicakcic, Konstantinos Stafylidis und der gesperrte Stefan Posch fehlten, mussten sich nach den beiden frühen Wechseln erst einmal sammeln.

Den Gastgebern gelang bis Mitte der ersten Hälfte so gut wie nichts. Dagegen lag der zweite SC-Treffer in der Luft. Grifo erhöhte vom Punkt, nachdem Bogarde den Ball an die Hand bekommen haben sollte. Später belegten Bilder in der ARD-Sportschau, dass Schiedsrichter Robert Hartmann mit seiner Strafstoß-Entscheidung falsch lag. Bogarde hatte sich bei Nicolas Höflers Ballverlängerung im Anschluss an einen Eckball weggedreht und den Ball leicht mit Gesicht und Nase berührt. Die Videoschiedsrichter im Kölner Keller korrigierten die Fehlentscheidung allerdings nicht.

Grifo ließ sich die Chance zum richtungsweisenden 2:0 für die Gäste indes nicht nehmen. Es war das siebte Saisontor des italienischen Nationalspielers. Das Eigentor von Adams setzte der ganz schwachen Vorstellung der Hoffenheimer vor der Pause die Krone auf.

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Hoffenheim bemüht, aber ohne Durchschlagskraft

Zu Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich trotz der gesteigerten Bemühungen der Gastgeber kaum etwas am Spielverlauf, Freiburg blieb das bessere Team. Der Treffer von Bebou fiel mehr oder weniger aus dem Nichts. Kurz darauf vergab Andrej Kramaric die Chance zum Anschlusstor (61.), Freiburg ließ sich in dieser Phase in die Defensive drängen. Nach 70 Minuten hatte sich der SC aber wieder weitgehend vom Druck befreit, bei einem Skov-Freistoß parierte Florian Müller stark (85.).

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