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In der Europa League läuft's wie geschmiert, in der Bundesliga ist die TSG Hoffenheim seit sieben Spielen ohne Sieg. Und das Programm bis Weihnachten hat es in sich.

Das Murmeltier grüßt in Hoffenheim derzeit wöchentlich - und lässt Sebastian Hoeneß ratlos zurück. In einem nicht enden wollenden Kreislauf muss der Trainer der TSG mitansehen, wie seine Mannschaft donnerstags durch die Europa League stürmt und wenige Tage später in der Bundesliga stolpert.

"Das ist schwierig zu erklären"

"Das ist schwierig zu erklären", sagte Hoeneß nach dem 1:1 (0:1) beim FSV Mainz 05 - dem siebten Ligaspiel in Folge ohne Sieg. Die zwei Gesichter Hoffenheims sind tatsächlich grundverschieden. Nach vier Siegen aus vier Gruppenspielen reicht den Kraichgauern in der Europa League bei Roter Stern Belgrad (Donnerstag, 18:55 Uhr) schon ein Remis, um nach der vorzeitigen Qualifikation für die K.o.-Runde auch den Gruppensieg perfekt zu machen. In der Bundesliga hingegen gab es seit dem furiosen 4:1 gegen Rekordmeister Bayern München am zweiten Spieltag nur noch drei Unentschieden und vier Niederlagen.

Coach Hoeneß sucht keine Ausreden

"Klar ist Bundesliga nochmal ein bisschen anderes Niveau", sagte Hoeneß: "Trotzdem sind wir gar nicht zufrieden mit der Punkteausbeute." Gewiss habe seine Mannschaft zuletzt "ganz schön zu kämpfen" gehabt nach einigen Verletzungen und insgesamt neun Coronafällen im Spielerkreis, erklärte der 38-Jährige. Doch dies soll "kein Alibi" sein.

Denn klar ist auch: Platz zwölf ist für eine solch ambitionierte Mannschaft viel zu wenig, die Europacupplätze sind schon sieben Punkte entfernt. Zwar konnte Ihlas Bebou (62. Minute) die Mainzer Führung durch Robin Quaison (33.) ausgleichen - zu mehr reichte es nach der Roten Karte gegen Dennis Geiger (80.) aber nicht.

Jetzt ist Geduld gefragt

"Wir schaffen es gerade nicht, Momente zu kreieren, um Spiele dann auch gewinnen", sagte Hoeneß. In Panik verfallen wollte der TSG-Coach aber nicht. "Es gilt für uns, weiter ruhig zu arbeiten. Dann wird der Sieg schon kommen", sagte Hoeneß.

Am besten schon am kommenden Montag gegen den FC Augsburg - denn danach kommt es bis Weihnachten knüppeldick. Bayer Leverkusen, RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach lauten die restlichen Gegner zum Jahresausklang, allesamt Topteams und gut in Form.

Dass der Blick für die TSG dann auch ganz schnell Richtung Tabellenkeller gehen könnte, blendet Hoeneß aus. "Um ehrlich zu sein, schaue ich gar nicht nach oben und nach unten", sagte er: "Es geht für uns jetzt einfach darum, dass wir mal wieder einen Dreier zu einfahren." In der Bundesliga wohlgemerkt.

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