Neuer Trainer bei der TSG Hoffenheim: André Breitenreiter (Foto: IMAGO, Sven Simon)

Fußball | Bundesliga

André Breitenreiter und die TSG Hoffenheim: Darum könnte das passen

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Florian Winkler

André Breitenreiter tritt bei der TSG Hoffenheim die Nachfolge von Sebastian Hoeneß an. Er kommt mit einem Meistertitel aus der Schweiz in den Kraichgau. Das ist aber nicht die einzige Empfehlung.

Für André Breitenreiter ist die Station bei der TSG Hoffenheim das vierte Engagement in der Bundesliga. Angefangen hat die Trainer-Karriere des Niedersachsen beim Regionalligisten Havelse. Sein erstes Ausrufezeichen setzte er vor acht Jahren, als er mit dem SC Paderborn erstmalig den Aufstieg in die Bundesliga schaffte.

Ein Jahr später stieg der SCP direkt wieder ab. Breitenreiter aber blieb im Oberhaus. Seine Art des Coachings und wie die Westfalen unter ihm Fußball spielten, ließ die Liga aufhorchen. Im Sommer 2015 wurde Breitenreiter Cheftrainer des FC Schalke 04, den er auf Rang fünf führte und dennoch ein Jahr später vom neuen Sportvorstand Christian Heidel entlassen wurde.

Trotz langer Pause erfolgreich in Zürich

Im März 2017 heuerte Breitenreiter dann bei Hannover 96 an. Auch mit den Niedersachsen stieg er in die Bundesliga auf, hielt die Klasse, musste aber im Januar 2019 gehen.

Bis zum vergangenen Sommer war er etwas aus dem Trainer-Radar geraten. Breitenreiters Karriere schien einen Knick bekommen zu haben. Doch die zweieinhalbjährige Pause hatte rein private Gründe. Der Fokus des 48-Jährigen verschob sich komplett. In dieser Zeit starb seine Mutter und Breitenreiter kümmerte sich um seinen an Demenz erkrankten Vater. Anfragen, die es sehr wohl gab aus dem In- und auch Ausland, sagte er ab.

Nach dieser langen, aber gewollten, Auszeit vom Trainerjob, startete der Coach in der Schweiz neu durch und gewann völlig überraschend und mit großem Vorsprung mit dem FC Zürich die Schweizer Meisterschaft. Dass die Zusammenarbeit bereits in der ersten Saison so erfolgreich war, war so nicht zu erwarten. Zürich vollzog im vergangenen Sommer einen großen personellen Umbruch. Doch Breitenreiter traf am Letzigrund den richtigen Ton, gab dem FCZ die passende Handschrift.

Breitenreiters Spielstil passt zu Hoffenheim

In Hoffenheim wollen sie attraktiven Offensiv-Fußball sehen. Das funktionierte unter Ex-Trainer Hoeneß zwar, doch die Defensive hatte selten die erforderliche Stabilität. Breitenreiter muss wieder die richtige Mischung aus Powerplay und defensiver Verlässlichkeit herstellen.

Der neue Coach steht für Pressing, seine Teams spielen schnell und vertikal über die Flügel, gepaart mit hohem Einsatz. Entsprechende Hoffenheimer Profis wie Nationalspieler David Raum sowie die Offensivspieler Andrej Kramaric oder auch Christoph Baumgartner, um nur ein paar zu nennen, sind im TSG-Kader prädestiniert und passend für Breitenreiters Spielidee.

Dazu gilt der 48-Jährige als Motivator und Kommunikator, der seine Profis stark redet. Ein wichtiges Attribut, das bei der Neuausrichtung seiner vierten Trainerstation in der Bundesliga helfen könnte. Das ambitionierte Ziel hat Mäzen Dietmar Hopp ja bereits vorgegeben: Dauerhaft unter die Top sechs der Liga.

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