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Es ist die wohl schwerstmögliche Herausforderung im deutschen Fußball:  Die TSG Hoffenheim muss im Pokal am Mittwochabend (20:45 Uhr) beim FC Bayern ran. Trainer Alfred Schreuder spricht trotzdem selbstbewusst vom Titel.

Mit dem Aufeinandertreffen von Anfang Oktober hat die große DFB-Pokal-Prüfung beim FC Bayern München für Alfred  Schreuder und seine TSG Hoffenheim nicht mehr viel zu tun. Es geht diesmal um ein K.o.-Spiel, die Bayern haben in Hansi Flick zudem einen neuen Trainer und sind nach drei Siegen zum Start in die Rückrunde bestens drauf und als Tabellenführer mal wieder auf Meister-Kurs.

"Bayern agiert jetzt viel dynamischer", beobachtete Schreuder, was für ihn auch ein großer Verdienst seines früheren Vorgesetzten Flick ist. "Er macht das überragend. Die Mannschaft ist extrem gierig. Das ist ein großer Verdienst von Hansi", lobte der Niederländer.

Wiedersehen mit Hansi Flick

Flick war bei der  TSG Trainer und kam später noch einmal als Sport-Geschäftsführer zurück, als Schreuder gerade Co-Trainer war. In der Bundesliga hatten die Kraichgauer im Herbst überraschend mit 2:1 beim FC Bayern mit Ex-Trainer Niko Kovac gewonnen.

Bayern-Schreck Adamyan nicht dabei

Ausgerechnet der Mann, der den Coup damals möglich machte, spielt am Abend nicht. Der Armenier Sargis Adamyan ist vor wenigen Tagen beim 2:1 gegen Leverkusen umgeknickt und kämpft nun mit einer Verletzung am Sprunggelenk. Beim 2:1 in der Bundesliga-Hinrunde hatte Adamyan beide TSG-Treffer erzielt.

"Wir wollen nach Berlin"

Aller Topform der Bayern zum Trotz will Schreuder die hochgesteckten Ziele nicht nach unten korrigieren. "Wir wollen in Berlin das Pokalfinale spielen. Mit so viel Selbstvertrauen fahren wir da hin: Wir wollen Pokalsieger werden", sagte der Trainer. 

Als Vorgänger Julian Nagelsmann im Sommer zum Abschied im Klubmagazin gefragt wurde, was ihm zum sportlichen Glück fehle, hob Nagelsmann einen DFB-Pokal in Miniaturausgabe in die Höhe. Ihm fehlte in Hoffenheim ein Titel, was sein früherer Assistent Schreuder nun gerne besser machen würde.

Erstmals für die TSG auflaufen könnte Flügeltalent Jacob Bruun Larsen, der mit Ablauf der Transferperiode von Borussia Dortmund zu den Kraichgauern wechselte. "Er ist sehr schnell und hat eine professionelle Einstellung. Ich kann mir gut vorstellen, dass Robert Skov und Bruun Larsen über links spielen können. Das wäre eine dänische Super-Kombination, die ich vor meinen Augen habe", sagte Schreuder. In München dürfte der dynamische Außenspieler aber eher die Jokerrolle einnehmen.

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