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Nach Startschwierigkeiten konnte sich die TSG 1899 Hoffenheim stabilisieren. Als Siebter starten die Kraichgauer in die Rückrunde und sind damit dabei im Rennen um das internationale Geschäft.

So lief die Hinrunde

Es war eine Hinrunde mit Licht und Schatten. Dass nach den Umbrüchen im Sommer nicht alles reibungslos verlaufen würde, war zu erwarten. In den ersten sechs Spielen gelang Hoffenheim nur ein Sieg. Im Anschluss schien das Team von Alfred Schreuder sich zu stabilisieren. Fünfmal nacheinander waren die Kraichgauer in der Liga siegreich. Dabei gelang unter anderem ein 2:1-Erfolg bei Bayern München. Mit dem 2:1 in Köln am 11. Spieltag erreichten die Hoffenheimer Tabellenplatz fünf - die höchste Platzierung in der Hinrunde.

Danach konnte die TSG viermal nicht gewinnen. Unerwartet verlor man gegen Mainz zu Hause mit 1:5. Erst in den letzten beiden Duellen der Hinrunde gelangen erneut Siege. Mit einem Heimerfolg über Borussia Dortmund kletterten die Kraichgauer vor der Winterpause auf Platz sieben.

Wer kommt, wer geht?

Der Star-Zugang der Hoffenheimer ist Munas Dabbur vom FC Sevilla. Zwölf Millionen Euro Ablöse ließ sich die TSG die Dienste des 27-jährigen Mittelstürmers kosten. In sechs Spielen in der Europa League, in denen Dabbur für die Spanier zum Einsatz kam, schoss er drei Tore und bereitete zwei weitere vor. In Hoffenheim erhält der israelische Angreifer einen Vertrag bis Juni 2024.

"Eigentlich spreche ich nicht so gerne über mich selbst. Aber wie jeder weiß, bin ich Stürmer. Ich mag es, Tore zu schießen und ich glaube, darin bin ich auch ganz gut. Ich bin her gekommen, um so schnell wie möglich ein wichtiger Teil dieses Vereins zu sein. Das ist mein Hauptziel", erklärt der Angreifer.

Als Ersatz für den am Meniskus verletzten Stammtorhüter Oliver Baumann verpflichteten die Hoffenheimer Michael Esser von Hannover 96 ablösefrei. Esser erhält einen Vertrag bis zum Saisonende.

Ilay Elmkies rückt aus der U23 in den Bundesliga-Kader der Kraichgauer auf. Der israelische Nationalspieler erhält einen Vertrag bis Juni 2023.

Zudem kehren Bruno Nazário und Felipe Pires von ihren Leihen zurück. Eine Zukunft in Hoffenheim ist für beide jedoch unwahrscheinlich.

Lukas Rupp verlässt die TSG Hoffenheim. Der 29-Jährige wechselt zu Norwich City in die Premier League. Ex-Kapitän Kevin Vogt wird bis zum Saisonende an Ligakonkurrent Werder Bremen ausgeliehen.

Der Trainer

Alfred Schreuder ist seit der Sommerpause der Trainer der TSG 1899 Hoffenheim. Der 47-Jährige muss große Fußspuren füllen. Sein Vorgänger Julian Nagelsmann führte die Kraichgauer vom Abstiegskandidaten bis in die Champions League.

Von Vorteil ist: Alfred Schreuder kennt die TSG. Von 2015 bis 2017 war er in Hoffenheim Trainerassistent bei Huub Stevens und anschließend bei Julian Nagelsmann. Zudem hat er internationale Erfahrung. In der Saison 2018/19 erreichte er als Co-Trainer das Champions-League-Halbfinale mit Ajax Amsterdam.

Nach einem schwierigen Saisonstart hat sich sein Team mittlerweile gefangen. Die Hoffenheimer haben Anschluss an die europäischen Plätze. Sollten sie diese am Ende der Saison erreichen, dürfte einer weiteren Zusammenarbeit nichts im Wege stehen.

Erwartungen an die Rückrunde

27 Punkte, Tabellenplatz sieben, vor der Winterpause zwei Siege in Folge. Gelingt es der TSG 1899 Hoffenheim dort weiterzumachen, wo sie vor Weihnachten aufgehört hat, ist eine Qualifikation für die europäischen Wettbewerbe greifbar. Zudem mussten die Hoffenheimer keine schwerwiegenden Abgänge hinnehmen und haben sich offensiv verstärkt.

Den Wunsch, europäisch zu spielen, hegt auch Neuzugang Munas Dabbur: "Wir konzentrieren uns auf jedes Spiel, um so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Wir wären sehr glücklich, wenn wir nächste Saison international spielen würden. Wir geben unser Bestes, um eine großartige Rückrunde zu spielen."

Die Hoffenheimer starten am Samstag (18.01.20, 15:30 Uhr) zu Hause gegen den Tabellendreizehnten Eintracht Frankfurt in die Rückrunde. Das Hinspiel gewannen die Hessen mit 1:0.

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