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Diadie Samassekou von der TSG Hoffenheim sieht im Kampf gegen Rassismus zu wenig Fortschritt. "Das ist ein Problem, das es nicht erst seit heute gibt. Es existiert bereits sehr lange, und es geht nicht voran", sagte der malische Nationalspieler im Interview mit "Goal" und "Spox".

"Die Leute posten dagegen etwas auf Instagram oder Twitter, aber das allein wird nichts ändern." Stattdessen müsse man "die Wurzeln bekämpfen", wie der Mittelfeldspieler weiter ausführte: "Wir leben alle in derselben Welt. Es gibt eigentlich keine Grenzen, aber wir haben sie erschaffen - und im Fußball ist es leider teilweise dasselbe. Wir sollten bei Vorfällen reagieren und nicht warten, bis das Spiel vorbei ist."

Samassekou verweist auf das gesellschaftliche Problem

Jedoch, betonte Samassekou, sei es "ein gesellschaftliches Problem, das nicht nur den Fußball betrifft". Vor der Spielpause durch die Coronavirus-Pandemie war es im deutschen Profifußball immer wieder zu rassistischen Anfeindungen gekommen, etwa gegen Jordan Torunarigha vom Bundesligisten Hertha BSC und Leroy Kwadwo vom Drittligisten Würzburger Kickers.

Nicht alle für das Verhalten von "fünf oder zehn Idioten bestrafen"

Spielabbrüche sieht Samassekou aber nicht als richtige Antwort auf derartige Schmähungen. "Wenn etwas von einer Minderheit von fünf oder zehn Leuten kommt, müssen wir sie aus dem Stadion werfen, und dann sollte das Spiel fortgeführt werden. Du kannst nicht alle für das Verhalten von fünf oder zehn Idioten bestrafen", sagte der 24-Jährige. Sollte dies jedoch zu keiner Verbesserung führen, "müssen die Spieler den Platz verlassen".

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