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Jetzt ist es offiziell: Der neue Cheftrainer der TSG Hoffenheim heißt Sebastian Hoeneß. Der bisherige Coach der zweiten Mannschaft des FC Bayern München tritt die Nachfolge von Alfred Schreuder an.

Der 38-Jährige ist der Sohn des früheren Nationalspielers des VfB Stuttgart und FC Bayern, Dieter Hoeneß, und der Neffe von Bayern-Manager-Legende Uli Hoeneß. In München geboren und aufgewachsen, später Jugendspieler beim VfB Stuttgart. Den größten Teil seiner Spielerkarriere verbrachte er in der zweiten Mannschaft von Hertha BSC, dazwischen stand er in der Saison 2006/2007 unter Ralf Rangnick auch ein Jahr bei der TSG Hoffenheim unter Vertrag. Jetzt kommt er also wieder in den Kraichgau und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023.

Am 2. August startet die TSG Hoffenheim mit Corona-Tests in die Bundesliga-Vorbereitung. In den Tagen danach werden die Profis im Kraichgau bei diversen Leistungstests auf Herz und Nieren gecheckt.

Rosen: Auffassung von Fußball passt

"Wir stehen schon seit längerer Zeit in Kontakt mit Sebastian Hoeneß, da uns seine Arbeit imponiert und seine Auffassung von Fußball hervorragend zur Philosophie und Strategie der TSG passt", kommentierte Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen die schon länger erwartete Personalentscheidung. "Wir wollen auch in Zukunft mit Augenmaß wirtschaften, Spieler auf ein höheres Level entwickeln und dabei für einen klaren Spielstil stehen."

David Krecidlo ist neuer Co-Trainer

Mit dem neuen Chefcoach Sebastian Hoeneß kommt auch ein neuer Assistent zur TSG 1899 Hoffenheim. Der 36 Jahre alte David Krecidlo gehört künftig zum Trainerstab des Fußball-Bundesligisten. Der ehemalige Abwehrspieler (unter anderem SC Paderborn, Fortuna Düsseldorf) arbeitet seit 2017 an der Seite von Hoeneß, der als Drittliga-Meister vom FC Bayern München II kommt. Im Betreuerteam der TSG verbleiben Matthias Kaltenbach, Michael Rechner und Timo Gross, die die Hoffenheimer als Interimslösung nach der Trennung von Cheftrainer Alfred Schreuder im Saisonendspurt auf den sechsten Platz führten.

Überraschender Meistertitel mit dem Drittliga-Team des FC Bayern

Im vergangenen Sommer übernahm Sebastian Hoeneß das junge Drittliga-Team des FC Bayern und führte es nach durchwachsenem Start mit feinem Offensivfußball und nach einer grandiosen Rückrunde sogar zum Meistertitel. Der Trainer hatte es spätestens nach der Winterpause bestens verstanden, die mit zahlreichen Top-Talenten gespickte Mannschaft defensiv zu stabilisieren und verbunden mit sehenswertem Ballbesitzfußball zum Erfolg zu führen. Und das in seinem ersten Trainerjahr überhaupt im Männerfußball.

Vom Vater hat er die Leidenschaft vom Fußball bekommen

Die Popularität seines Vaters Dieter Hoeneß habe er als kleines Kind übrigens erst gar nicht richtig wahrgenommen. Später "hat er mich mit dem Fußball in Berührung gebracht, das hat mich geprägt, auch meine Leidenschaft". Der Vater wiederum, inzwischen 67 und von 1990 bis 1995 unter anderem Manager beim VfB Stuttgart, ist "sehr stolz" auf das, was Sohn Sebastian in der vergangenen Saison mit dem Bayern-Nachwuchsteam erreicht hat: "Ich habe eine gute Spielanlage gesehen und er hat Jugendspieler zu Männerspielern gemacht."

Sebastian Hoeneß versteht also bestens den Umgang mit modernem Fußball und mit jungen Talenten. Gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zeit bei der TSG Hoffenheim. Und der schillernde Name Hoeneß bürgt im Fußball sowieso für Qualität.

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